AuslÀnder stabilisieren deutschen Arbeitsmarkt
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 11:43 Uhr, dpa.de
Der Zustrom von Asylsuchenden in den vergangenen Jahren hat nach Angaben der Bundesagentur fĂŒr Arbeit maĂgeblich zur Sicherung der BeschĂ€ftigung auf dem deutschen Arbeitsmarkt beigetragen. Zwischen Juni 2014 und Juni 2025 sei der Aufbau der BeschĂ€ftigung ĂŒberwiegend von auslĂ€ndischen BeschĂ€ftigten getragen worden, teilte die Behörde in NĂŒrnberg mit. 43 Prozent des BeschĂ€ftigungswachstums entfielen auf Staatsangehörige aus Drittstaaten - rund ein Drittel davon komme aus den acht wichtigsten AsylherkunftslĂ€ndern.
Ohne Zuwanderung aus dem Ausland wĂ€re die Erwerbsbevölkerung bereits in der Vergangenheit massiv gesunken. Zwischen 2014 und 2024 sei die Zahl der Menschen im erwerbsfĂ€higen Alter mit deutschem Pass um 3,9 Millionen zurĂŒckgegangen. Gleichzeitig nahm die Zahl der erwerbsfĂ€higen Menschen ohne deutschen Pass um 3,4 Millionen zu.
«Gelingende Arbeitsmarktintegration»
«Diese Entwicklung ist auch auf eine gelingende Arbeitsmarktintegration zurĂŒckzufĂŒhren. GeflĂŒchtete haben maĂgeblich zum BeschĂ€ftigungswachstum beigetragen», sagte Daniel Terzenbach, Mitglied im Vorstand der Bundesagentur. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten aus den HauptfluchtlĂ€ndern habe sich innerhalb der vergangenen fĂŒnf Jahre mehr als verdoppelt. Die wichtigsten HerkunftslĂ€nder sind Syrien und Afghanistan.
«Die Fortschritte der vergangenen Jahre zeigen das vorhandene Potenzial und das mĂŒssen wir weiter gemeinsam erschlieĂen», betonte Terzenbach. Dies bedeute auch eine Investition in die Zukunft des deutschen Arbeitsmarktes.
Geburtenschwache JahrgÀnge kommen
Allerdings: Die Zuwanderung kann die demografischen Probleme des deutschen Arbeitsmarktes inzwischen nicht mehr vollstĂ€ndig ausgleichen. FĂŒr 2026 wird das Erwerbspotenzial - also die Zahl der ErwerbstĂ€tigen plus potenziell verfĂŒgbare ErwerbstĂ€tige - erstmals um rund 40.000 sinken, wie die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Andrea Nahles, erklĂ€rte. Die Entwicklung wird sich in den nĂ€chsten Jahren verstĂ€rken, weil Menschen aus geburtenstarken JahrgĂ€ngen in Rente gehen.
