EU-Gericht, Leyens EU-Gericht: Von der Leyens SMS-Geheimhaltung hinfÀllig
14.05.2025 - 11:38:38
Das Gericht der EuropĂ€ischen Union hat die Entscheidung der EuropĂ€ischen Kommission, einer Journalistin der "New York Times" den Zugang zu Textnachrichten zwischen der KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen und dem Pfizer-Chef zu verweigern, fĂŒr nichtig erklĂ€rt.
Damit hatte eine Klage der US-Zeitung vor dem Luxemburger Gericht am Mittwoch Erfolg. Die Kommission hatte ursprĂŒnglich angegeben, nicht im Besitz der angeforderten Dokumente zu sein, weil diese nicht archiviert und daher nicht mehr auffindbar seien.
Die Verordnung ĂŒber den Zugang zu Dokumenten soll der Ăffentlichkeit gröĂtmöglichen Zugang zu Dokumenten der EU-Organe ermöglichen, hieĂ es von den Richtern zur BegrĂŒndung. Normalerweise sollten alle Dokumente zugĂ€nglich sein, es sei denn, ein Organ erklĂ€re, dass ein Dokument nicht existiere.
Diese Vermutung könne jedoch durch relevante und ĂŒbereinstimmende Anhaltspunkte entkrĂ€ftet werden.
Im vorliegenden Fall legten die KlÀger laut Gericht solche Anhaltspunkte vor, die darauf hindeuteten, dass ein Austausch von Textnachrichten im Rahmen des Impfstoffkaufs wÀhrend der Covid-19-Pandemie stattgefunden hatte.
Das Gericht stellte fest, dass die Kommission keine plausiblen ErklĂ€rungen fĂŒr den angeblichen Nichtbesitz der Dokumente gegeben habe. Es wurde kritisiert, dass die Kommission nicht ausreichend dargelegt habe, welche Nachforschungen unternommen wurden, um die Dokumente zu finden, oder ob die Textnachrichten gelöscht wurden. Auch die Bedeutung der Nachrichten im Zusammenhang mit dem Impfstoffkauf sei nicht ausreichend gewĂŒrdigt worden.