Reise, Energie

Ifo-Institut: Iran-Krieg belastet GeschÀftsklima der Reisebranche

13.05.2026 - 07:55:49 | dts-nachrichtenagentur.de

Das GeschĂ€ftsklima bei ReisebĂŒros und Reiseveranstaltern hat sich im April weiter verschlechtert.

Reisende an einem GepÀckband (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Reisende an einem GepÀckband (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Der Branchenindikator des Ifo-Instituts fiel auf minus 43,5 Punkte, nach saisonbereinigten minus 41,8 Punkten im MÀrz, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut am Mittwoch mitteilte. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage deutlich schlechter als im MÀrz, die GeschÀftserwartungen verbesserten sich hingegen etwas.

"Der Iran-Konflikt hat die Reisebranche besonders im MĂ€rz stark belastet", sagte Ifo-Branchenexperte Patrick Höppner. "Ein positives Signal sind die Ende April aufgehobenen Reisewarnungen fĂŒr wichtige Flugreise-TransitlĂ€nder im Nahen Osten."

Mehr als die HĂ€lfte der befragten ReisebĂŒros und Reiseveranstalter beurteilten die Nachfrage im April als schwach. "Wenn Reisende die weitere Entwicklung im Iran-Konflikt abwarten, kann das die Buchungen insbesondere fĂŒr das Ende der Sommersaison 2026 und die Wintersaison 2026/27 beeintrĂ€chtigen", sagte Höppner. "Auch die Diskussionen ĂŒber mögliche EngpĂ€sse bei Flugkerosin ab dem Sommer können weiterhin fĂŒr Verunsicherung bei Reisenden sorgen."

Der Anteil der Reiseunternehmen, der fĂŒr die kommenden Monate von steigenden Preisen ausgeht, hat sich im April erneut etwas erhöht: Die Treibstoffkosten fĂŒr Flugkerosin sind weiterhin sehr viel höher als vor der Eskalation des Konflikts Ende Februar. FlĂŒge fĂŒr Urlaubsreisen können sich daher im weiteren Jahresverlauf verteuern.

Auch fĂŒr Reisen mit dem Auto in der Pfingst- und Sommerreisezeit innerhalb Europas wird das Tanken voraussichtlich teurer als noch letztes Jahr: Anfang Mai 2026 waren die Tankstellenabgabepreise fĂŒr Super E5 (Diesel) in Österreich etwa 20 Prozent höher als Anfang Mai 2025 (34 Prozent). Die entsprechenden Werte liegen fĂŒr Italien bei etwa fĂŒnf Prozent (29 Prozent), fĂŒr Frankreich bei etwa 21 Prozent (39 Prozent) und fĂŒr Kroatien bei etwa 18 Prozent (32 Prozent). Das geht aus Daten des Weekly Oil Bulletin der EuropĂ€ischen Kommission hervor.

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