Handwerk, Steuervorteile

Handwerk gegen Steuervorteile fĂŒr auslĂ€ndische FachkrĂ€fte

14.07.2024 - 08:42:48

Das Handwerk sieht geplante Steueranreize fĂŒr auslĂ€ndische FachkrĂ€fte kritisch.

Holger Schwannecke, GeneralsekretĂ€r des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Faktor Arbeit sei in Deutschland deutlich zu hoch belastet, was vor allem an den im weltweiten Vergleich mit am höchsten Sozialabgaben und Steuern liegt. "Es braucht endlich fĂŒr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr netto vom brutto. Aus Sicht des Handwerks ist es aber nicht zielfĂŒhrend, hier einzelne Gruppen zu begĂŒnstigen."

Vielmehr brauche man Entlastungen in der Breite. "Dazu mĂŒssen ĂŒberfĂ€llige grundlegende Reformen auf den Weg gebracht werden. Das wurde leider wieder einmal versĂ€umt", sagte Schwannecke mit Blick auf das von der Bundesregierung geplante Wachstumspaket.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte geplante Steueranreize fĂŒr auslĂ€ndische FachkrĂ€fte auch mit Blick auf die internationale Konkurrenzsituation verteidigt. Mit der Maßnahme könne man eine "große FachkrĂ€ftelĂŒcke" schließen, hatte der GrĂŒnen-Politiker zu Beginn seiner Sommerreise am Montag in Stuttgart gesagt. "Wir sehen, dass andere europĂ€ische LĂ€nder solche SteuervergĂŒnstigungen fĂŒr FachkrĂ€fte gewĂ€hren, wenn sie in das Land kommen."

Vorgesehen ist laut "Wachstumsinitiative" der Bundesregierung, dass neu zugewanderte FachkrĂ€fte in den ersten drei Jahren 30, 20 und 10 Prozent vom Bruttolohn steuerfrei stellen können. FĂŒr diese Freistellung werde eine Unter- und Obergrenze fĂŒr den Bruttolohn definiert. Nach fĂŒnf Jahren solle man die Wirkung dieser Maßnahme untersuchen. Die PlĂ€ne waren unter anderem von Gewerkschaften kritisiert worden.

@ dpa.de