Saar-Bauern, HochwasserschÀden

Saar-Bauern leiden unter HochwasserschÀden

25.05.2024 - 03:52:26

Das Hochwasser im Saarland hat Obst und GemĂŒse unbrauchbar gemacht und SchĂ€den bei der bevorstehenden Kartoffel-, Mais- und Grasernte angerichtet.

Das verheerende Hochwasser im Saarland sorgt fĂŒr erhebliche ErnteausfĂ€lle. Vor allem Obst- und GemĂŒsebauern, aber auch Landwirte mit GrĂŒnflĂ€chen sind davon betroffen. Der PrĂ€sident der Landwirtschaftskammer fĂŒr das Saarland, Erhard Ecker, rechnet damit, dass mehr als 300 der rund 1100 landwirtschaftlichen Betriebe von den Folgen der SchĂ€den tangiert sind. 

Das Gras sei komplett unbrauchbar geworden, weil es durch die Kontaminierung mit Heizöl, FÀkalien oder auch Sand und Erde weder als Futtermittel infrage komme, noch von den Biogasanlagen angenommen werde. Jetzt hoffen die Kammer und auch der Bauernverband, dass Naturschutzauflagen ausgesetzt werden, um eine zweite Heuernte zu ermöglichen.

SchÀden werden noch aufgenommen

Vom Umwelt- und Agrarministerium des Landes gab es dafĂŒr positive Zeichen: «Wo es dem Land möglich ist, setzen wir uns dafĂŒr ein, die Bewirtschaftungsregeln zu lockern», teilte Sprecher Matthias Weber der Deutschen Presse-Agentur mit. Etwa, was MĂ€hzeiten auf landwirtschaftlichen FlĂ€chen in bestehenden Schutzgebieten angehe. 

Um die wirtschaftlichen Folgen des Hochwassers fĂŒr die Landwirtschaft beziffern zu können, mĂŒssten jedoch erst alle SchĂ€den aufgenommen werden. Das Ministerium vermutet, dass es «zu großen FlĂ€chenverlusten beim GrĂŒnland und Mais» kommen könne.

Finanzielle Einbußen haben nicht nur die Bauern, denen die Heuernte ausgefallen ist, sondern auch jene Landwirte, die fĂŒr ihre Produkte nun keine Abnehmer mehr finden - etwa fĂŒr Salat und Erdbeeren. «Obst und GemĂŒse sind so verschmutzt, dass sie vom Handel nicht mehr akzeptiert werden», sagte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Bauernverbandes Saar, Alexander Welsch.

@ dpa.de