Ifo-Institut, Schuldenbremse-PlÀnen

Ifo-Institut skeptisch bei Schuldenbremse-PlÀnen

11.03.2025 - 08:51:37

Das Ifo-Institut ist skeptisch, ob eine Lockerung der Schuldenbremse in allen BundeslÀndern gelingen kann.

Nur in Berlin, Nordrhein-Westfalen, ThĂŒringen und im Saarland könne die Schuldenbremse auf LĂ€nderebene per Gesetz mit einfachen Mehrheiten in den Parlamenten gelockert werden, teilte das Ifo-Institut mit. In den restlichen BundeslĂ€ndern seien VerfassungsĂ€nderungen mit Zwei-Drittel-Mehrheiten notwendig. "Es ist keineswegs ausgemacht, dass in den LĂ€ndern Mehrheiten fĂŒr eine Lockerung der Schuldenbremse zustande kommen", sagte Joachim Ragnitz von der Ifo-Niederlassung Dresden.

Eine verfassungsĂ€ndernde Mehrheit haben die Regierungsparteien den Angaben zufolge nur in Schleswig-Holstein. Überall sonst mĂŒsse die Regierung eine VerstĂ€ndigung mit den Oppositionsparteien herbeifĂŒhren. In Brandenburg wĂ€re demnach sogar die Zustimmung von mindestens einem AfD-Abgeordneten erforderlich.

"Angesichts dieser Konstellationen wird die Schuldenbremse fĂŒr die LĂ€nder nicht so schnell aufgehoben werden. Vielerorts wird man wohl bestenfalls nach den nĂ€chsten Landtagswahlen verfassungsĂ€ndernde Mehrheiten zustande bekommen", sagte Ragnitz.

CDU, CSU und SPD haben in ihren Sondierungen fĂŒr eine Koalition im Bund vereinbart, die Schuldenbremse fĂŒr höhere Verteidigungsausgaben zu lockern und ein schuldenfinanziertes Sondervermögen von 500 Milliarden Euro fĂŒr die Infrastruktur zu schaffen. Dabei verstĂ€ndigten sie sich auch auf eine Lockerung der Schuldenregeln fĂŒr die LĂ€nder. Die Vorhaben mĂŒssen aber noch vom Bundestag und dann auch vom Bundesrat beschlossen werden.

@ dpa.de