GfK: Konsumklima etwas aufgehellt
26.03.2024 - 08:06:26Das Konsumklima in Deutschland hat sich im MĂ€rz leicht aufgehellt. Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen seien etwas gestiegen, die Anschaffungsneigung sei minimal gesunken, teilten die Marktforschungsinstitute GfK und NIM in NĂŒrnberg mit. Der GfK-Konsumklimaindex stieg im Vergleich zum Vormonat von minus 28,8 Punkte auf minus 27,4 Punkte.
«Die Erholung des Konsumklimas kommt langsam und nur sehr schleppend voran», sagte Konsumforscher Rolf BĂŒrkl. Reale EinkommenszuwĂ€chse und ein stabiler Arbeitsmarkt seien an sich sehr gute Voraussetzungen. Aber die Verbraucher seien stark verunsichert und hĂ€tten wenig Zuversicht in die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Damit fehle eine wichtige Voraussetzung fĂŒr gröĂere Anschaffungen. Die Konsumforscher hatten von 29. Februar bis 11. MĂ€rz rund 2000 Verbraucher befragt.
Einkommenserwartungen stiegen leicht
Bei einer Inflationsrate von aktuell 2,5 Prozent dĂŒrften die tariflichen Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie die angekĂŒndigten Rentenerhöhungen von 4,6 Prozent die realen Einkommen tatsĂ€chlich deutlich erhöhen, teilte die GfK mit. Auch die Konjunkturerwartungen waren mit -3,1 Punkten etwas aufgehellt. Nach einem schwĂ€cheren ersten Halbjahr werde im zweiten Halbjahr eine leichte Erholung erwartet.
Trotzdem sank die Anschaffungsneigung gegenĂŒber dem Vormonat leicht. «Die nun seit knapp zwei Jahren auf sehr niedrigem Niveau stagnierende Anschaffungsneigung ist ein Indiz dafĂŒr, dass die Verunsicherung unter den Konsumenten ĂŒberaus groĂ ist», erklĂ€rten die Konsumforscher. Deshalb legten die Verbraucher ihr Geld weiterhin eher auf die Seite. Die Sparneigung sei im MĂ€rz zwar etwas gesunken, aber immer noch auf sehr hohem Niveau.


