Deutschland: Inflation verharrt im April bei 2,2 Prozent
14.05.2024 - 08:20:48Die Verbrauchpreise lagen erneut um 2,2 Prozent ĂŒber dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Damit kam der seit Jahresbeginn zu verzeichnende RĂŒckgang der Inflation ins Stocken.
Volkswirte rechnen mit wieder anziehenden Raten in den nÀchsten Monaten. Viele Unternehmen wollen Preise erhöhen, etwa in der Gastronomie oder in Drogerien. Von MÀrz auf April 2024 erhöhten sich die Verbraucherpreise hierzulande um 0,5 Prozent. Auch hier bestÀtigten die Wiesbadener Statistiker am Dienstag vorlÀufige Angaben von Ende April.
In den nĂ€chsten Monaten könnten die Energiepreise zulegen. Denn seit 1. April gilt fĂŒr Erdgas und FernwĂ€rme wieder der regulĂ€re Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. MĂ€rz 2024 war der ermĂ€Ăigte Satz von 7 Prozent fĂ€llig. So wollte die Politik fĂŒr Entlastung sorgen, nachdem der russische Krieg gegen die Ukraine Energie drastisch verteuert hatte.
Im April verbilligte sich Haushaltsenergie nach Angaben des Bundesamtes mit durchschnittlich 1,2 Prozent schon nicht mehr so stark wie im MÀrz mit minus 2,7 Prozent. Insbesondere FernwÀrme verteuerte sich im April deutlich mit plus 27,4 Prozent im Jahresvergleich.
FĂŒr Nahrungsmittel mussten Verbraucherinnen und Verbraucher nach Angaben des Bundesamtes in diesem April 0,5 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor, im MĂ€rz waren die Lebensmittelpreise noch um 0,7 Prozent gesunken. Höhere Teuerungsraten schwĂ€chen die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Das bremst den privaten Konsum, der eine wichtige StĂŒtze der Konjunktur in Deutschland ist.

