Streit um das Tesla-Protestcamp geht weiter
20.03.2024 - 12:02:39Ein Gerichtsentscheid zugunsten des Protestcamps gegen US-Autobauer Tesla in GrĂŒnheide bei Berlin sorgt fĂŒr Widerspruch bei der Brandenburger Polizei. Sie hat dagegen Beschwerde eingelegt, wie Innenminister Michael StĂŒbgen (CDU) am Mittwoch mitteilte. Die Waldbesetzer sehen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts indes als Teilerfolg und richten sich auf eine lange Besetzung ein.Â
Polizei geht mit Beschwerde gegen Gerichtsentscheid vor
Die Aufgabe der Versammlungsbehörde sei es, die Versammlungsfreiheit zu schĂŒtzen, aber auch zu gewĂ€hrleisten, dass niemand in Gefahr gebracht werde, sagte StĂŒbgen. Die Polizei habe deshalb am Dienstag vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Potsdam Beschwerde eingelegt. Umweltministerium, Bauamt und Forstbehörde mĂŒssten nun im Detail mögliche Gefahren begrĂŒnden. Das Gericht bestĂ€tigte am Mittwoch den Eingang der Beschwerde.Â
Zuvor hatte das Verwaltungsgericht einem Eilantrag der Waldbesetzer gegen verhĂ€ngte Auflagen stattgegeben. Damit darf das Protestcamp im Landeswald nahe Tesla mit mehreren BaumhĂ€usern zunĂ€chst bleiben.Â
Waldbesetzer wollen weitere BaumhÀuser bauen
Die Waldbesetzer richten sich inzwischen auf einen langen Verbleib ein. «Auch wenn uns durch neue Auflagen der Protest unmöglich gemacht werden sollte, werden wir uns ĂŒber den 20. Mai hinaus Tesla in den Weg stellen und hier bleiben», sagte ein Sprecher der Initiative «Tesla stoppen». Bis zu dem Datum ist das Protestcamp noch bei der Polizei angemeldet. Geplant sei unter anderem der Bau weiterer BaumhĂ€user. Das Camp sei fĂŒr BĂŒrgerinitiativen und UmweltschĂŒtzer ein Anlaufpunkt des Protests gegen die ErweiterungsplĂ€ne von Tesla geworden, sagte der Sprecher. «Wir stehen hier genau an der richtigen Stelle, um zu verhindern, dass die Interessen des Tesla-Konzerns einfach so durchgedrĂŒckt werden.»
Seit Ende Februar protestieren Umweltaktivisten im Landeswald nahe der Tesla-Fabrik in GrĂŒnheide bei Berlin gegen eine geplante Erweiterung des WerksgelĂ€ndes, fĂŒr die auch Wald gerodet werden mĂŒsste.Â


