Russisches MilitÀr beklagt KrÀfteverschiebung in Europa durch Nato
21.12.2023 - 13:57:04"Der europĂ€ische Kontinent ist in Politik und Wirtschaft zur Arena der Auseinandersetzung zwischen dem Westen und Russland geworden." Das sagte Generalstabschef Waleri Gerassimow am Donnerstag in Moskau vor auslĂ€ndischen MilitĂ€rdiplomaten. Als Beispiele nannte er den Beitritt Schwedens und Finnlands zur Nato, die VerstĂ€rkung von BĂŒndniskrĂ€ften in Osteuropa, im Ostseeraum und im Schwarzen Meer.
Auf den Auslöser dieser VorgĂ€nge, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine seit Februar 2022, ging Gerassimow dabei nicht ein. In der Perspektive könnte sich der Konflikt verstĂ€rken, sagte der oberste russische Soldat der Agentur Interfax zufolge. Die frĂŒheren vertrauensbildenden MaĂnahmen fĂŒr Sicherheit in Europa hĂ€tten deshalb ihren Sinn verloren. Moskau halte sich aber weiter an Regeln, um ZwischenfĂ€lle zu vermeiden.
Als Reaktion auf die finnische Mitgliedschaft in der Nato werde Russland neue Wehrbezirke fĂŒr die Regionen Leningrad und Moskau einrichten, sagte der Generalstabschef. Von diesen PlĂ€nen hatten zuvor auch Verteidigungsminister Sergej Schoigu und PrĂ€sident Wladimir Putin gesprochen.
"Wir hatten die freundlichsten, herzlichsten Beziehungen", sagte Putin in einem Fernsehinterview ĂŒber das Nachbarland Finnland. "Es gab keine Probleme. Aber jetzt wird es welche geben, denn wir richten einen Wehrbezirk Leningrad ein und konzentrieren bestimmte MilitĂ€reinheiten dort", sagte der Kremlchef am vergangenen Sonntag. FĂŒr das Umland von St. Petersburg wird in Russland immer noch der sowjetische Name Leningrad verwendet.

