Datenpanne bei Novo Nordisk: Klinische Studiendaten gestohlen
12.06.2026 - 05:15:29 | boerse-global.de
Unbefugte kopierten interne Daten, darunter auch personenbezogene Informationen aus klinischen Studien.
Angriff auf interne Systeme
Das Unternehmen entdeckte den Vorfall am 11. Juni und leitete sofort eine Untersuchung ein. Zusammen mit externen Cybersicherheitsexperten arbeitet Novo Nordisk an der AufklÀrung. Auch die zustÀndigen Behörden wurden eingeschaltet.
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Ersten Erkenntnissen zufolge beschrÀnkt sich der Zugriff auf eine begrenzte Anzahl interner Systeme. Die Angreifer kopierten nicht-öffentliche Informationen und speicherten sie extern.
Welche Daten betroffen sind
Besonders brisant: Die TĂ€ter erbeuteten Daten aus klinischen Studien. Darunter fallen Patienten-IDs, Geburtsjahre, Geschlecht und gesundheitsbezogene Informationen.
Das Unternehmen betont: Eine direkte Verbindung zwischen diesen Daten und den tatsĂ€chlichen Patientennamen bestehe nicht. Ein unmittelbares Risiko fĂŒr Studienteilnehmer sehen die Verantwortlichen derzeit nicht. Novo Nordisk kĂŒndigte an, die Betroffenen zu informieren.
SchutzmaĂnahmen und Betrieb
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, nahm das Unternehmen bestimmte interne Systeme vorsorglich vom Netz. Der operative Kernbetrieb lÀuft nach eigenen Angaben normal weiter. Produktion und zentrale GeschÀftsprozesse seien nicht beeintrÀchtigt.
Die genaue Herkunft des Angriffs und das volle AusmaĂ des Datenabflusses sind noch unklar. Die Ermittlungen laufen.
Aktienkurs trotzt der Krise
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Die Börse zeigte sich unbeeindruckt: Die ADRs von Novo Nordisk schlossen am 11. Juni mit einem Plus von 2,71 Prozent bei 43,97 US-Dollar.
Analysten fĂŒhren die positive Entwicklung auf eine zeitgleiche Produktneuerung zurĂŒck: GroĂbritannien fĂŒhrte als erstes europĂ€isches Land die Wegovy-Tablette ein. Die Zulassung in einem wichtigen Markt ĂŒberlagerte offenbar die Sicherheitssorgen der Investoren.
Novo Nordisk konzentriert sich nun darauf, die betroffenen Systeme sicher wieder in Betrieb zu nehmen und die IntegritÀt seiner Forschungsdaten zu verifizieren.
