Datenschutz: Telekom und Palo Alto starten souverÀne KI-Plattform
10.06.2026 - 17:06:34 | boerse-global.de
ZPA B2B Federation: VPN-Alternative von Zscaler
Zscaler hat heute die ZPA B2B Federation vorgestellt. Die Technologie ermöglicht sicheren Anwendungszugriff zwischen verschiedenen Organisationen â ganz ohne klassische VPN-Tunnel.
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Das Verfahren basiert auf einer Tenant-Föderation in drei Schritten: Token-Austausch zwischen den Organisationen, Veröffentlichung der Anwendungen und Erstellung spezifischer Zugriffsrichtlinien.
Das Ziel: die AngriffsflĂ€che minimieren. Laut Zscaler verkĂŒrzt sich das Onboarding von Partnern von monatelangen Prozessen auf wenige Minuten. Einsatzmöglichkeiten gibt es bei Partnerkooperationen, Fusionen und Ăbernahmen sowie in der behördenĂŒbergreifenden Zusammenarbeit.
Sovereign Cortex: Europas souverÀne Sicherheitsplattform
Die Deutsche Telekom und Palo Alto Networks bringen heute âSovereign Cortex with T Security" an den Start. Die KI-gesteuerte SecOps-Plattform richtet sich an regulierte Branchen wie Gesundheitswesen, Finanzen und öffentlichen Sektor.
Die Lösung lĂ€uft auf der souverĂ€nen Cloud-Infrastruktur der Telekom. Die Datenverarbeitung bleibt innerhalb Europas. Die Telekom verwaltet die VerschlĂŒsselungsschlĂŒssel â der Anbieter hat keinen Zugriff auf die Inhalte.
Der Dienst startet im dritten Quartal 2026. Hintergrund: Bei Cyberangriffen vergehen oft nur rund 72 Minuten bis zum ersten Datenabfluss. KI-gestĂŒtzte Abwehrsysteme werden damit zur Notwendigkeit.
KI-Agenten brauchen eigene IdentitÀten
Mit der Integration von KI in GeschÀftsprozesse wÀchst die Sicherheitsanforderung. Experten fordern: Jeder autonome KI-Agent braucht eine eigene, zeitlich begrenzte IdentitÀt nach dem Zero-Trust-Prinzip des geringstmöglichen Privilegs.
Ein Blogbeitrag der Telekom betont zudem Authentifizierung und VerschlĂŒsselung in der Kommunikation zwischen KI-Agenten.
Die Dringlichkeit zeigt eine Umfrage von Saviynt: 93 Prozent der befragten deutschen CISOs und CIOs bestÀtigen, dass KI-IdentitÀten bereits auf Kernsysteme wie SAP oder Salesforce zugreifen. Aber nur 25 Prozent steuern diese Zugriffe aktiv. 76 Prozent entdeckten nicht autorisierte KI-Anwendungen (Shadow AI) im Unternehmen.
Zscaler kĂŒndigte gestern auf der Konferenz Zenith Live weitere Werkzeuge an: einen AI Broker zur Sicherung der Agentenkommunikation und einen AI Access Graph zur Kartierung von IdentitĂ€ten und Datenquellen.
Patch-Alarm: Kritische LĂŒcken bedrohen Unternehmen
Die aktuelle Bedrohungslage unterstreicht die Dringlichkeit moderner Sicherheitsarchitekturen. Check Point warnte gestern vor einer kritischen Schwachstelle in VPN-Software (CVE-2026-50751, CVSS-Wert 9,3). Das BSI bestĂ€tigt: Die LĂŒcke wird seit Anfang Mai zunehmend fĂŒr Angriffe genutzt.
Microsoft veröffentlichte heute seinen monatlichen Patchday. Mehrere kritische LĂŒcken werden geschlossen â darunter Schwachstellen im Windows-Kernel (CVE-2026-45657), in der HTTP.sys-Komponente (CVE-2026-47291) und im DHCP Client Service (CVE-2026-44815). Alle ermöglichen RemotecodeausfĂŒhrung.
Auch Zscaler stellte gestern SchutzmaĂnahmen fĂŒr 13 neue Schwachstellen in Adobe-Produkten bereit.
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Menschlicher Faktor bleibt Schwachstelle
Ein Marktbericht von Cowbell zeigt: Trotz technologischer AufrĂŒstung spielt der menschliche Faktor bei 74 Prozent der SicherheitsvorfĂ€lle eine entscheidende Rolle. Neben technischen MaĂnahmen wie MFA und Zero Trust bleibt Mitarbeitertraining zentral.
Die Golem Karrierewelt bietet am 23. Juni und 19. November 2026 Workshops zur Implementierung von Zero-Trust-Frameworks an.
