Dax entfernt sich weiter von Rekordhoch
01.02.2024 - 18:00:28Die Aussicht auf vorerst weiter hohe US-Leitzinsen hat den Dax belastet. Der deutsche Leitindex drehte nach Anfangsverlusten zwar zwischenzeitlich ins Plus. Zum Schluss gab er allerdings 0,26 Prozent auf 16.859,04 Punkte ab, womit er immerhin etwas ĂŒber dem kurz davor erreichten Tagestief blieb. Damit wuchs der Abstand zum Rekordhoch bei rund 17.000 Punkten aus dem Dezember. Der MDax der mittelgroĂen Unternehmen verlor letztlich 0,22 Prozent auf 25.902,90 ZĂ€hler.
Die US-Notenbank lieĂ das Zinsniveau am Mittwoch wie erwartet unverĂ€ndert und machte deutlich, dass sie noch nicht bereit sei, die Zinsen zu senken. Fed-Chef Jerome Powell sagte, man sei bereit, das hohe Niveau lĂ€nger beizubehalten. Beobachter rechnen frĂŒhestens nach der kommenden Sitzung im MĂ€rz mit einer Zinssenkung. Denn bisher scheint es so, dass es der Fed gelungen ist, den Preisanstieg abzuschwĂ€chen, ohne die Wirtschaft vollends auszubremsen. Die anstehenden Zahlen weiterer US-Technologieriesen sorgten am Donnerstag zusĂ€tzlich fĂŒr ZurĂŒckhaltung.Â
Auch an den europÀischen MÀrkten agierten die Anleger vorsichtig. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um knapp 0,2 Prozent. In London und stÀrker noch in Paris ging es ebenfalls bergab. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial verlor zum europÀischen Handelsende 0,2 Prozent.
In Frankfurt dominierte die laufende Berichtssaison das Handelsgeschehen. Bei Siemens Healthineers konnten sich die Anleger am Ende ĂŒber einen Kursanstieg um 4,4 Prozent und den Dax-Spitzenplatz freuen. Der Medizintechnikkonzern steigerte sein operatives Ergebnis (Ebit) im ersten GeschĂ€ftsquartal um acht Prozent und traf damit die Erwartungen der Analysten.
Weit vorn im Leitindex reihte sich auch die Deutsche Bank ein, deren Aktien drei Prozent gewannen. Analysten attestierten dem Institut mit Blick auf den Jahresausklang zwar eher mĂ€Ăige GeschĂ€ftszahlen. Schwerer wogen fĂŒr die Anleger aber der Ausblick sowie die angekĂŒndigte deutliche Steigerung von Dividende und AktienrĂŒckkĂ€ufen. Zudem planen die Frankfurter weitere Einsparungen durch einen Stellenabbau. Im Dax zĂ€hlte der Sportartikelhersteller Adidas mit einem KursrĂŒckgang von 2,1 Prozent zu den gröĂten Verlierern. Hier drĂŒckte ein trĂŒber Ausblick auf die Stimmung.
Der Euro erholte sich und notierte zuletzt bei 1,0874 US-Dollar. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0814 (Mittwoch: 1,0837) festgesetzt.
Die Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen fiel von 2,22 Prozent am Vortag auf 2,21 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 126,36 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,24 Prozent auf 135,93 ZĂ€hler.


