Deutschland

Dax im Minus - Wochengewinne schrumpfen deutlich

13.10.2023 - 12:40:00

Zum Ausklang einer bisher guten Woche lÀsst der Dax am Freitag ordentlich Federn. Anleger gingen aus dem Risiko, wÀhrend die Berichtssaison in den USA von Banken eingelÀutet wurde.

Zuletzt gab der deutsche Leitindex um 0,73 Prozent auf 15.312,24 Punkte nach. FĂŒr den MDax ging es um 0,82 Prozent auf 25.082,63 ZĂ€hler bergab und der EuroStoxx bewegte sich mit 0,7 Prozent im Minus. In New York zeichnete sich derweil ein Auftakt ohne viel Bewegung ab.

Das Wochenplus des Dax schrumpft mit dem schwachen Freitag auf ein halbes Prozent. Gute Resultate der US-Banken JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo milderten den Abgabedruck am Nachmittag kaum.

Mit Blick auf die anstehenden Berichte europĂ€ischer Unternehmen herrscht unter Experten etwas Hoffnung. «Wir erachten die regionalen GewinnschĂ€tzungen als etwas konservativ und sehen positives Überraschungspotenzial», schrieb der DZ-Bank-Analyst Stephen Schneider. Sartorius statuierte fĂŒr solch positive Erwartungen an die Berichtssaison aber kein Exempel.

Der Pharma- und LaborausrĂŒster hat nach einem rĂŒcklĂ€ufigen GeschĂ€ft in den ersten neun Monaten seine Jahresprognose gesenkt und erschreckte damit die zuletzt ohnehin schon Leid gewohnten Anleger. Der Kurs von Sartorius brach um mehr als 11 Prozent ein auf das niedrigste Niveau seit Juni 2020. Die schlechten Nachrichten von Sartorius belasteten auch einige andere Dax-Mitglieder aus der Gesundheitsbranche: Merck, Qiagen und Siemens Healthineers gaben zwischen 1,3 und 3,6 Prozent nach.

Ganz anders stellte sich die Situation bei Morphosys dar mit einem Sprung nach oben um mehr als vier Prozent. Hier sorgte es fĂŒr Euphorie, dass Morgan Stanley das Votum fĂŒr die Papiere des Biotech-Unternehmens auf «Overweight» drehte.

Am deutschen Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite von 2,74 Prozent am Vortag auf 2,75 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 123,48 Punkte. Der Bund-Future dagegen stieg um 0,82 Prozent auf 129,87 ZÀhler. Der Euro kostete zuletzt 1,0539 US-Dollar. Die EuropÀische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag noch deutlich höher auf 1,0619 Dollar festgesetzt.

@ dpa.de