Dax, EZB-Zinsentscheidung

Dax nach EZB-Zinsentscheidung gut behauptet

25.01.2024 - 18:37:30

Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag nach dem Zinsentscheid der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) wenig verĂ€ndert geschlossen. Der Dax ging mit einem Plus von 0,10 Prozent auf 16.906,92 Punkten aus dem Handel. Der deutsche Leitindex bleibt damit in der NĂ€he seines Rekordhochs bei gut 17.000 Punkten.FĂŒr den MDax ging es hingegen um 0,25 Prozent auf 26.075,58 Punkte nach unten.

Das ĂŒberraschend eingetrĂŒbte Ifo-GeschĂ€ftsklima brachte dem Aktienmarkt schon am Vormittag kaum Impulse. Dies galt dann spĂ€ter auch fĂŒr den Zinsentscheid der EZB. Die WĂ€hrungshĂŒter gaben trotz zunehmender Konjunktursorgen Forderungen nach einer Zinssenkung nicht nach. Der Leitzins, zu dem sich Banken im Euroraum frisches Geld bei der EZB besorgen können, bleibt vorerst bei 4,5 Prozent.

Die wichtigsten europĂ€ischen HandelsplĂ€tze verzeichneten moderate Gewinne. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,4 Prozent. In Paris und London ging es fĂŒr die nationalen Indizes um jeweils 0,1 Prozent nach oben. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum europĂ€ischen Börsenschluss 0,2 Prozent höher.

EnttĂ€uschende Quartalszahlen von Tesla und maue Aussagen des Elektroautobauers zum laufenden Jahr fĂ€rbten auch auf deutsche Autobauer ab. FĂŒr die Papiere von Mercedes-Benz, Volkswagen, BMW und des Sportwagenbauers Porsche AG ging es um bis zu 1,8 Prozent bergab. Tesla verfehlte mit seinen Zahlen die Markterwartungen und stellte in Aussicht, dass die Auslieferungen wahrscheinlich langsamer als im vergangenen Jahr wachsen werden.

Wegen Branchenresultaten stand auch Infineon mit einem Abschlag von 0,7 Prozent negativ im Fokus. Der Umsatzausblick des Konkurrenten STMicroelectronics fĂŒr das laufende Quartal enttĂ€uschte die Markterwartungen. Anleger werten dies als Zeichen, dass die schwache Nachfrage nach Chips fĂŒr industrielle Anwendungen anhĂ€lt.

Positive Vorgaben gab es dagegen fĂŒr Symrise. Die Aktien legten um 2,8 Prozent zu, nachdem der Schweizer Wettbewerber Givaudan mit seinem Jahresergebnis die Erwartungen leicht ĂŒbertroffen hatte.

Zum grĂ¶ĂŸten Dax-Gewinner avancierten die Adidas-Aktien, deren Kurs um 5,7 Prozent nach oben sprang. Als Grund nannten HĂ€ndler mögliche Aussagen im Rahmen eines mutmaßlichen Analysten-GesprĂ€chs, in dem womöglich ĂŒber die Entwicklung des SportartikelhĂ€ndlers gesprochen worden sei.

FĂŒr den Aktienkurs des Konkurrenten Puma war derweil keine Stabilisierung in Sicht. Nachdem die Papiere am Vortag wegen eines enttĂ€uschenden Zwischenberichts um zehn Prozent eingebrochen waren, ging es am Donnerstag um 2,1 Prozent bergab. Die Analysten von Jefferies, Oddo BHF und Societe Generale reagierten jeweils mit Abstufungen.

Der Euro fiel zuletzt auf 1,0836 US-Dollar. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag noch auf 1,0893 Dollar festgesetzt.

Die Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen stieg von 2,32 Prozent am Vortag auf 2,36 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,24 Prozent auf 125,29 Punkte und der Bund-Future legte um 0,57 Prozent auf 134,47 ZĂ€hler zu.

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