DB Regio NRW, Fahrkartenkontrollen

DB Regio NRW will Fahrkartenkontrollen nur in Teams durchfĂŒhren

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 16:54 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
DB Regio NRW will Kontrollen in RegionalzĂŒgen organisatorisch neu aufstellen. Zugbegleiter sollen fĂŒr den Service zustĂ€ndig bleiben, wĂ€hrend KontrollkrĂ€fte in grĂ¶ĂŸeren Teams auftreten.

Kontrollen und ZustĂ€ndigkeiten in RegionalzĂŒgen

  • DB Regio NRW empfiehlt, Fahrkarten und Ausweise kĂŒnftig in TeamstĂ€rke zu kontrollieren.
  • DB-Regio-NRW-Chef Markus Kaupper fordert eine Diskussion unter Verkehrsunternehmen und Auftraggebern.
  • Zugbegleiter sollen Ansprechpartner bleiben, wĂ€hrend andere KrĂ€fte die Kontrollfunktion ĂŒbernehmen.
Schaffner mit Bodycam (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

DB Regio NRW plant Kontrollen in grĂ¶ĂŸeren Teams

Fahrkartenkontrollen sollen in RegionalzĂŒgen nach dem Willen von DB Regio NRW kĂŒnftig nur noch durch grĂ¶ĂŸere Gruppen von Kontrolleuren vorgenommen werden. Der Chef von DB Regio NRW, Markus Kaupper, begrĂŒndet den Vorschlag mit der Gefahr eskalierender Situationen bei Ticketkontrollen.

Service und Kontrolle sollen getrennt werden

Kaupper sagte der „Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung“, es spreche viel dafĂŒr, dass BeschĂ€ftigte, die Fahrscheine und Ausweise kontrollieren, in einer gewissen TeamstĂ€rke auftreten. Verkehrsunternehmen und ihre Auftraggeber sollten darĂŒber diskutieren, wie Kontrollen kĂŒnftig organisiert werden.

DB Regio NRW rĂ€t seinen Mitarbeitern, sich bei eskalierenden Situationen zurĂŒckzuziehen. Nach Kauppers Darstellung sind es hĂ€ufig Ticketkontrollen, die zu solchen Konflikten fĂŒhren.

Zugbegleiter bleiben Ansprechpartner

Der Vorschlag sieht vor, Service und Sicherheit an Bord von der Kontrollfunktion zu trennen. Zugbegleiter sollen demnach als Ansprechpartner fĂŒr die Reisenden fungieren, wĂ€hrend andere KrĂ€fte die Fahrkarten in TeamstĂ€rke kontrollieren.

Kaupper verwies darauf, dass kommunale Verkehrsunternehmen ein solches Vorgehen bereits hĂ€ufig praktizierten. Über die konkrete Umsetzung mĂŒssten Verkehrsunternehmen und ihre Auftraggeber beraten.

Die Forderung von DB Regio NRW zielt auf eine organisatorische Trennung zweier bislang verbundener Aufgaben im Zug: Kundenbetreuung und Fahrscheinkontrolle. Hintergrund sind nach der dts-Meldung eskalierende Situationen, die hĂ€ufig bei Ticketkontrollen entstehen. GrĂ¶ĂŸere Kontrollteams sollen BeschĂ€ftigte besser absichern und zugleich verhindern, dass einzelne Zugbegleiter Konflikte allein austragen.

Mehr Sicherheit durch klare Rollen

Das vorgeschlagene Modell wĂŒrde die Aufgaben an Bord stĂ€rker aufteilen. Zugbegleiter blieben Ansprechpartner fĂŒr Reisende, wĂ€hrend speziell zusammengestellte KrĂ€fte die Kontrolle von Fahrkarten und Ausweisen ĂŒbernĂ€hmen. Ein solches Vorgehen wird in kommunalen Verkehrsunternehmen bereits hĂ€ufig eingesetzt und könnte fĂŒr RegionalzĂŒge als organisatorisches Vorbild dienen.

FĂŒr die Verkehrsunternehmen und ihre Auftraggeber stellt sich damit nicht nur die Frage nach der PersonalstĂ€rke, sondern auch nach den Kosten und der praktischen Umsetzung. Mehrere Kontrolleure pro Einsatz könnten die Sicherheit erhöhen, erfordern aber zusĂ€tzliche Planung und Personal. Zugleich mĂŒsste geklĂ€rt werden, wie Service, Kontrolle und das Vorgehen bei VerstĂ¶ĂŸen im laufenden Betrieb zusammenspielen.

Folgen fĂŒr den Regionalverkehr

FĂŒr FahrgĂ€ste könnte die Trennung sichtbarere ZustĂ€ndigkeiten und ein verĂ€ndertes Auftreten der BeschĂ€ftigten bedeuten. Ob daraus ein dauerhaftes Modell wird, hĂ€ngt von den Entscheidungen der Verkehrsunternehmen und ihrer Auftraggeber ab. Die Debatte verlagert den Schwerpunkt damit von der individuellen Reaktion einzelner Zugbegleiter auf die strukturelle Organisation von Kontrollen.

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