Dekarbonisierung: Copeland senkt Emissionen um 20 Prozent
26.06.2026 - 06:57:57 | boerse-global.de
Die Treibhausgasemissionen in den Kategorien Scope 1 und 2 sanken im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent. Die Science Based Targets initiative (SBTi) hat die Reduktionsziele des Unternehmens validiert: Bis 2033 will Copeland die Emissionen absolut um 55 Prozent senken.
Erneuerbare Energien und Sicherheitsrekord
Ein zentraler Hebel für die bessere Umweltbilanz ist die Umstellung auf nachhaltige Energiequellen. Bereits 58 Prozent des genutzten Stroms stammen aus erneuerbaren Quellen.
Auch bei der Arbeitssicherheit gibt es positive Nachrichten. Die Rate der aufzeichnungspflichtigen Vorfälle (Total Recordable Incident Rate, TRIR) sank auf 0,21. Das liegt rund 90 Prozent unter dem Branchendurchschnitt und bedeutet eine Verbesserung um 22 Prozent zum Vorjahr.
Investitionen in die Zukunft
Copeland investiert kräftig in neue Produkte: Mehr als vier Prozent des Umsatzes flossen in Forschung und Entwicklung. Das zahlte sich aus – die Produktentwicklungszyklen verkürzten sich um 15 Prozent.
Auch die Mitarbeiterbindung liegt über dem Marktdurchschnitt. Das Engagement der Belegschaft bewegt sich im Bereich des 90. Perzentils.
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Branche zieht nach
Copeland ist nicht allein mit seinen Nachhaltigkeitsbemühungen. Colt DCS meldete eine Reduktion der Treibhausgasemissionen (Scope 1, 2 und 3) um 27 Prozent gegenüber 2019 – und setzt im Scope 2 bereits komplett auf Ökostrom. GEA erreichte in einem globalen Nachhaltigkeitsranking die Spitzenposition unter den deutschen Unternehmen, nachdem das Emissionssenkungsziel ein Jahr früher als geplant erfüllt war.
Der Mittelstand professionalisiert seine Berichterstattung: FISCHER Weilheim veröffentlichte erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht nach dem VSME-Standard mit knapp 100 Datenpunkten aus Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.
Regulatorische Anpassungen
Während Unternehmen ihre ESG-Ziele vorantreiben, lockerte die Bundesregierung die Effizienzregeln für Rechenzentren. Übergangsfristen für Effizienzvorgaben wurden von zwei auf vier Jahre verlängert. Auch für die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien erhielten Betreiber drei Jahre zusätzlich Zeit.
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Marktanalysten von Kirchhoff Consult beobachten in der zweiten CSRD-Berichtssaison einen Trend: Die Anzahl der als wesentlich eingestuften Themen sinkt leicht, der Umfang der Berichte bleibt in Deutschland aber überdurchschnittlich hoch. Unternehmen setzen verstärkt auf Zentralisierung ihrer Richtlinien und nutzen die Wesentlichkeitsanalyse als zentrales Strukturprinzip.
