Vertreter von USA und China zu ZollgesprÀchen in Schweden
28.07.2025 - 17:03:14US-Finanzminister Scott Bessent und Chinas Vize-MinisterprĂ€sident He Lifeng wurden am Nachmittag von MinisterprĂ€sident Ulf Kristersson begrĂŒĂt.
AnschlieĂend sollten die GesprĂ€che zwischen den beiden gröĂten Volkswirtschaften der Welt beginnen. Ziel der zweitĂ€gigen Verhandlungen ist es, die seit Monaten schwelenden Handelsstreitigkeiten zu entschĂ€rfen.
Vor Beginn der GesprĂ€che hatte die in Hongkong erscheinende Zeitung "South China Morning Post" berichtet, dass beide Seiten eine VerlĂ€ngerung der derzeit geltenden Zollpause um weitere 90 Tage vereinbaren könnten. Auch Bessent hatte zuvor erklĂ€rt, dass ĂŒber eine mögliche VerlĂ€ngerung der am 12. August auslaufenden Vereinbarung verhandelt werde.
Hoffnung auf Treffen zwischen Xi und Trump
Seit April hatten die USA die Einfuhrzölle auf chinesische Waren schrittweise auf bis zu 145 Prozent erhöht. China reagierte mit Gegenzöllen von bis zu 125 Prozent und verhÀngte Exportkontrollen auf strategisch wichtige Rohstoffe. In Genf einigten sich beide Seiten im Mai auf eine 90-tÀgige Aussetzung der zusÀtzlichen Zölle. Im Juni folgten weitere GesprÀche in London.
Eine VerlĂ€ngerung der Pause könnte nach Ansicht von Beobachtern helfen, eine Eskalation zu vermeiden und die Voraussetzungen fĂŒr ein mögliches Treffen zwischen US-PrĂ€sident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping spĂ€ter in diesem Jahr zu schaffen. Ein direktes Treffen der beiden gilt als wichtig, um ĂŒber technische Fragen hinaus politische Leitplanken zu setzen.
Es geht um mehr als Zölle
Die Spannungen reichen ĂŒber Zollfragen hinaus. Peking kritisiert die US-Exportkontrollen fĂŒr Halbleiter und KI-Chips, die chinesischen Unternehmen den Zugang zu moderner Technologie erschweren. Washington wiederum wirft China vor, bestimmte Rohstoffe gezielt zurĂŒckzuhalten.
Trotz der harten Töne sendeten zuletzt beide Regierungen Signale der AnnĂ€herung. China zeigte sich offen fĂŒr Fortschritte. In einem Leitartikel der staatlichen "Volkszeitung", dem Sprachrohr der Kommunistischen Partei, hieĂ es, Peking sei bereit, mit Washington substanzielle Fortschritte zu erzielen. China setze weiter auf einen konstruktiven Dialog.
Anders als viele andere Staaten reagierte China auf die von den USA unter Trump eingefĂŒhrten Strafzölle von Anfang an mit unmittelbaren Gegenzöllen. Peking verzichtete auf einseitige ZugestĂ€ndnisse und setzte stattdessen konsequent auf entsprechende VergeltungsmaĂnahmen.

