Milliarden-Risiko wegen Klagen zu Corona-Masken
21.06.2024 - 19:17:48Aktuell seien dazu etwa 100 FĂ€lle mit einem Streitwert von insgesamt 2,3 Milliarden Euro anhĂ€ngig, heiĂt es in einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage des FDP-Haushaltspolitikers Karsten Klein. Zuerst berichtete die "Welt am Sonntag" darĂŒber. Der Ausgang der Klagen sei abzuwarten, sagte Klein der Zeitung. Doch deutlich werde schon: "Die Folgen der massiven Ăberbeschaffung unter dem damaligen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) werden immer verheerender."
Hintergrund ist die staatliche Beschaffung damals dringend benötigter, aber sehr knapper Masken fĂŒr das Gesundheitswesen in der FrĂŒhphase der Corona-Krise 2020. Um schneller zu sein, wandte das Ministerium ein besonderes Verfahren an, bei dem LiefervertrĂ€ge ohne weitere Verhandlungen zu festen Kaufpreisen zustande kamen. Vielfach verweigerte das Ministerium spĂ€ter die Bezahlung und machte unter anderem QualitĂ€tsmĂ€ngel geltend. Daraufhin reichten Lieferanten und HĂ€ndler Klagen ein. Kritik wurde im Nachhinein auch daran laut, dass zu viele Masken beschafft worden waren.

