Drosten: 'Schwedischer Weg' hÀtte in Deutschland nicht funktioniert
13.03.2025 - 21:08:57"Die LĂ€nder sind flĂ€chenmĂ€Ăig gleich groĂ, aber in Schweden lebt nur ein Zehntel der Bevölkerung", sagte Drosten in einem Live-Podcast des Nachrichtensenders ntv. Schweden verfolgte wĂ€hrend der Corona-Pandemie eine eher unorthodoxe Strategie mit weitgehend freiwilligen statt strikten MaĂnahmen wie in vielen anderen LĂ€ndern.
Laut dem Direktor des Instituts fĂŒr Virologie an der CharitĂ© in Berlin gibt es in Schweden nur einen groĂen Ballungsraum, wo schon in der FrĂŒhphase der Pandemie 40 Prozent Homeoffice erreicht worden sei. Daran sehe man: Der Sektor Dienstleistung sei dort stark.
"Das ist bei uns einfach nicht der Fall. Wir haben viele BallungsrĂ€ume, dauernder Verkehr zwischen diesen RĂ€umen. Wir haben viel produzierende Industrie, wo man einfach mit Homeoffice gar nichts machen kann", sagte Drosten, der einer der weltweit fĂŒhrenden Experten fĂŒr Coronaviren ist.
In der zweiten Welle handelte Schweden wie Deutschland
Jedoch sei es auch nicht zu kritisieren, dass in Schweden viel auf Information gesetzt worden sei und der Bevölkerung Eigenverantwortung zugetraut wurde. Doch "ganz wichtig, wenn man diesen Vergleich wirklich anstellen will, dann muss man sagen: Wo war Schweden anders? Schweden war anders in der ersten Welle. In der zweiten Welle waren schon die schwedischen MaĂnahmen wie bei uns." Das sei am MaĂnahmenindex objektiv abzulesen.
Drosten war wichtige Informationsquelle fĂŒr viele Menschen
Drosten erklĂ€rte wĂ€hrend der Pandemie im Podcast "Das Coronavirus-Update" regelmĂ€Ăig aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen rund um Covid-19 und beantwortete Fragen zu verschiedenen Aspekten der Krise. Der Podcast war so eine wichtige Informationsquelle fĂŒr viele Menschen.

