Atypische, BeschÀftigung

Atypische BeschĂ€ftigung weiter rĂŒcklĂ€ufig

10.06.2025 - 08:16:57

Der Anteil atypisch BeschÀftigter an allen KernerwerbstÀtigen hat im Jahr 2024 bei 17,2 Prozent gelegen.

Damit hĂ€lt der kontinuierliche RĂŒckgang seit Beginn der 2010er-Jahre an, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Atypische BeschĂ€ftigung umfasst ArbeitsverhĂ€ltnisse außerhalb der NormalbeschĂ€ftigung, also keine unbefristeten, sozialversicherungspflichtigen TĂ€tigkeiten mit mehr als 20 Arbeitsstunden pro Woche. NormalbeschĂ€ftigte ĂŒben ihre TĂ€tigkeiten zudem nicht in Leih- oder Zeitarbeit aus. Im Jahr 2010 hatte der Anteil atypisch BeschĂ€ftigter noch bei 22,6 Prozent gelegen.

In diesem Zeitraum ist bei allen Formen der atypischen BeschĂ€ftigung ein RĂŒckgang zu verzeichnen: Der Anteil befristet BeschĂ€ftigter sank von 8,1 Prozent auf 5,9 Prozent, der von TeilzeitbeschĂ€ftigten bis 20 Wochenstunden von 14,1 Prozent auf 10,9 Prozent und der von geringfĂŒgig BeschĂ€ftigten von 7,2 Prozent auf 4,2 Prozent. Zeitarbeit erreichte 2017 seinen grĂ¶ĂŸten BeschĂ€ftigungsanteil mit 2,5 Prozent. Im Jahr 2024 lag er bei 2,1 Prozent. Der auch 2024 deutlich höhere Anteil von Frauen in atypischer BeschĂ€ftigung von 25,0 Prozent gegenĂŒber den 10,2 Prozent bei den MĂ€nnern lag vor allem an der TeilzeitbeschĂ€ftigung mit einem Umfang von bis zu 20 Stunden pro Woche. 19,4 Prozent der Frauen in KernerwerbstĂ€tigkeit gingen einer solchen BeschĂ€ftigung nach, aber nur 3,4 Prozent der MĂ€nner. Zudem waren Frauen mit 6,5 Prozent deutlich hĂ€ufiger geringfĂŒgig beschĂ€ftigt als MĂ€nner (2,2 Prozent). Dabei sind die Anteile entsprechend teilzeitbeschĂ€ftigter Frauen seit 2010 von 26,3 Prozent um knapp sieben Prozentpunkte zurĂŒckgegangen. Ebenso sank ihr Anteil in geringfĂŒgiger BeschĂ€ftigung von 12,0 Prozent um 5,5 Prozentpunkte. Der Anteil atypisch beschĂ€ftigter Frauen insgesamt ging zwischen 2010 und 2024 von 34,2 Prozent sogar um 9,2 Prozentpunkte zurĂŒck. DemgegenĂŒber gab es bei den MĂ€nnern wenig VerĂ€nderungen. Ihr Anteil atypisch BeschĂ€ftigter sank im selben Zeitraum von 12,7 Prozent nur um 2,5 Prozentpunkte. Knapp drei von vier (74,8 Prozent) KernerwerbstĂ€tigen waren 2024 in einem NormalarbeitsverhĂ€ltnis beschĂ€ftigt. Im Jahr 2010 war der Anteil mit 65,8 Prozent noch deutlich geringer. Der Anstieg ist unter anderem auf die TeilzeitbeschĂ€ftigung mit mehr als 20 Wochenstunden zurĂŒckzufĂŒhren, deren Anteil zwischen 2010 und 2024 von 7,3 Prozent auf 14,1 Prozent gestiegen ist. Entsprechend dem höheren Frauenanteil in atypischer BeschĂ€ftigung lag ihr Anteil an NormalbeschĂ€ftigten 2024 bei 69,1 Prozent, wĂ€hrend MĂ€nner in 79,8 Prozent der FĂ€lle normalbeschĂ€ftigt waren. Auch im Rahmen von Normalarbeit waren Frauen hĂ€ufiger als MĂ€nner in substanzieller Teilzeit mit mehr als 20 Wochenarbeitsstunden. Das traf 2024 auf immerhin jede vierte kernerwerbstĂ€tige Frau (25,1 Prozent) zu, wĂ€hrend es nur 4,2 Prozent der MĂ€nner waren. GegenĂŒber dem RĂŒckgang bei Teilzeit in atypischer BeschĂ€ftigung der Frauen hat ihr Anteil in der substanziellen Teilzeit deutlich zugelegt. Er stieg seit 2010 von 14 Prozent um gut elf Prozentpunkte. Der Anteil der SelbststĂ€ndigen unter den KernerwerbstĂ€tigen lag 2024 bei 7,9 Prozent. Ihr Anteil ist seit 2010 langsam und kontinuierlich von 11,1 Prozent um gut drei Prozentpunkte gesunken. Die strukturelle Verschiebung am deutschen Arbeitsmarkt zeigt sich mit Blick auf die absoluten Zahlen noch deutlicher, so die Statistiker weiter. WĂ€hrend zwischen 2010 und 2024 fast 4,8 Millionen NormalbeschĂ€ftigte hinzugekommen sind, ging die Zahl der atypisch BeschĂ€ftigten um rund 1,5 Millionen zurĂŒck.

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