Brose baut zunÀchst 700 Stellen in Deutschland ab
17.12.2024 - 17:07:53Wegen schwacher Auslastung seiner Werke, eines Umsatzeinbruches und eines deutlichen Verlustes will der Autozulieferer Brose sein Personal deutlich zurĂŒckfahren. Die indirekten Personalkosten sollen um 20 Prozent reduziert werden, teilte das Unternehmen mit. In einem ersten Schritt sollen bis Ende des kommenden Jahres 700 Stellen in Deutschland gestrichen werden, davon jeweils 200 am Stammsitz in Coburg sowie in Bamberg, und 120 weitere am Standort WĂŒrzburg.Â
Millionenverlust
«Die Brose Gruppe wird aufgrund der aktuellen Abrufzahlen die gesteckten Ziele auch in diesem Jahr nicht erreichen», heiĂt es in der Mitteilung des Unternehmens. Der Umsatz liege mit 7,7 Milliarden Euro um sieben Prozent unter Plan und drei Prozent unter dem Vorjahr. Brose erwarte fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 einen Verlust von rund 53 Millionen Euro.
«Diese Anpassungen sind schmerzhaft, aber erforderlich, um die ArbeitsplĂ€tze der verbleibenden Mitarbeiter zu sichern», sagte Firmenchef Stefan Krug. Der Abbau solle sozialvertrĂ€glich umgesetzt werden. Gleichzeitig werde es zu einer Neuorganisation des gesamten Unternehmens kommen, um Aufgaben effizienter zu bĂŒndeln und FĂŒhrungsabbauen abzubauen.Â
Partner gesucht
Der mĂ€chtige Firmenpatriarch Michael Stoschek, der sich zwischenzeitlich aus der UnternehmensfĂŒhrung zurĂŒckgezogen hatte, derzeit aber wieder als Vorsitzender des Verwaltungsrats fungiert, hatte bereits vor einigen Monaten angekĂŒndigt, rund 1000 der weltweit 32.000 ArbeitsplĂ€tze abbauen zu wollen. Zudem sei es ein Ziel, Partner ins Boot zu holen. «Brose ist das einzige Unternehmen dieser GröĂe, in der vier Einzelpersonen allein das gesamte wirtschaftliche Risiko tragen. Das wollen wir kĂŒnftig Ă€ndern und sind deshalb offen fĂŒr Partner», sagte der Manager damals. Stoschek hĂ€lt die Firmenanteile derzeit zusammen mit seinem Sohn, seiner Tochter und seiner Nichte.


