Betreiber rechnet mit Datenkabel-Reparatur bis Monatsende
22.11.2024 - 11:38:21Das Reparaturschiff "Cable Vigilance" sei nun auf dem Weg in die Ostsee und habe den Hafen von Calais in Frankreich verlassen, teilte das finnische Unternehmen Cinia mit. Die Reparaturen an dem Kabel C-Lion1 werden demnach abhÀngig von den Wetterbedingungen voraussichtlich spÀtestens am Montag beginnen.
Cinia hatte am vergangenen Montag sĂŒdöstlich der schwedischen Insel Ăland einen Defekt an dem Kabel festgestellt - die Ursache fĂŒr den Kabelbruch ist nach Betreiberangaben weiter unklar. Kurz darauf war bekannt geworden, dass nicht einmal 24 Stunden zuvor auch SchĂ€den an einem weiteren Kabel in den Tiefen der Ostsee zwischen der schwedischen Insel Gotland und Litauen aufgetreten waren. Die schwedische Polizei hat Ermittlungen wegen möglicher Sabotage an den beiden Kabeln aufgenommen, auch Behörden anderer LĂ€nder ermitteln.
Chinesisches Schiff im Fokus
Besonders ein chinesischer Frachter namens "Yi Peng 3" soll in den Fokus der Ermittler gerĂŒckt sein. Er liegt nach Angaben des Schiffs-Trackingdienstes "Vesselfinder" seit Tagen unverĂ€ndert im Kattegat zwischen DĂ€nemark und Schweden vor Anker, wĂ€hrend dĂ€nische Patrouillenschiffe abwechselnd bei ihm sind. Ob die DĂ€nen das Schiff festgesetzt haben, wurde bislang nicht offiziell bestĂ€tigt. Das dĂ€nische Verteidigungskommando teilte dazu lediglich mit, dass man in der NĂ€he der "Yi Peng 3" prĂ€sent sei.
Bei den schwedischen Ermittlern heiĂt es bislang, dass man sich fĂŒr ein Schiff interessiere, das an den betroffenen Orten in der Ostsee gesichtet worden sei und das sich derzeit nicht in schwedischen GewĂ€ssern befinde. Namentlich erwĂ€hnten sie die "Yi Peng 3" nicht.
Das Glasfaserkabel C-Lion1 verlĂ€uft auf einer LĂ€nge von 1.173 Kilometern zwischen Helsinki und Rostock und verbindet mitteleuropĂ€ische Telekommunikationsnetzwerke mit Finnland und anderen LĂ€ndern in Nordeuropa. GröĂere BeeintrĂ€chtigungen fĂŒr die Internetverbindungen von Nutzern oder fĂŒr den Datenverkehr soll es durch den Kabelbruch bislang nicht gegeben haben, da Betreiber auf andere Verbindungen ausweichen können.

