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Britischer Premier: Luftwaffe flog gezielte Angriffe auf Huthi

12.01.2024 - 05:31:29

Der britische Premierminister Rishi Sunak hat "gezielte Angriffe" der britischen Luftwaffe auf militÀrische Einrichtungen der Huthi-Rebellen im Jemen bestÀtigt.

"Trotz der wiederholten Warnungen der internationalen Gemeinschaft haben die Huthis weiterhin Angriffe im Roten Meer durchgefĂŒhrt, darunter auch gegen britische und amerikanische Kriegsschiffe, erst diese Woche. Dies kann nicht hingenommen werden", hieß es in einer von der britischen Nachrichtenagentur PA veröffentlichten ErklĂ€rung Sunaks am frĂŒhen Freitagmorgen. Daher habe man mit den USA und mit Hilfe der Niederlande, Kanadas und Bahrains "begrenzte, notwendige und verhĂ€ltnismĂ€ĂŸige Maßnahmen zur Selbstverteidigung" ergriffen.

Kurz zuvor hatte das Weiße Haus in einer schriftlichen Stellungnahme von US-PrĂ€sident Joe Biden mitgeteilt, der MilitĂ€rschlag sei eine direkte Reaktion auf die beispiellosen Angriffe der Huthi auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer. Seit Ausbruch des Gaza-Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas greifen die Huthi immer wieder Schiffe mit angeblich israelischer Verbindung im Roten Meer an. Sie greifen auch Israel immer wieder direkt mit Drohnen und Raketen an.

Das britische Verteidigungsministerium teilte mit, die verbĂŒndeten StreitkrĂ€fte hĂ€tten wichtige Huthi-Einrichtungen identifiziert. Vier Kampfflugzeuge unterstĂŒtzt von einem Luftbetankungsflugzeug hĂ€tten Lenkbomben eingesetzt, um PrĂ€zisionsangriffe auf zwei dieser Einrichtungen im Nordwesten des Landes durchzufĂŒhren. Die eine habe zum Starten von Drohnen gedient. Das andere Ziel sei ein Flugplatz gewesen, von dem aus sowohl Marschflugkörper als auch Drohnen in Richtung Rotes Meer abgefeuert worden seien. Die detaillierten Ergebnisse der Angriffe wĂŒrden derzeit ausgewertet, aber es gebe Anzeichen, dass man den FĂ€higkeiten der Huthi, die Handelsschifffahrt zu bedrohen, einen Schlag versetzt habe.

Sunak sagte weiter, in den vergangenen Monaten hĂ€tten die Huthi eine Reihe von gefĂ€hrlichen und destabilisierenden Angriffen gegen die Handelsschifffahrt im Roten Meer verĂŒbt, eine wichtige Handelsroute empfindlich gestört und die Rohstoffpreise in die Höhe getrieben. "Ihr rĂŒcksichtsloses Vorgehen gefĂ€hrdet Menschenleben auf See und verschlimmert die humanitĂ€re Krise im Jemen." Er forderte die Huthi auf, ihre Angriffe einzustellen und Schritte zur Deeskalation zu unternehmen.

@ dpa.de