Fördergeld, Radverkehr

Kommunen sollen Fördergeld fĂŒr Radverkehr abrufen

20.06.2023 - 12:44:27

Der Bund will eine sicherere Radinfrastruktur. Das Geld steht bereit, LĂ€nder und Kommunen mĂŒssen es nur noch nutzen.

Das Bundesverkehrsministerium hat LĂ€nder und Kommunen aufgefordert, Fördergelder fĂŒr Radwege zu nutzen. «Das Fahrrad spielt eine immer wichtigere Rolle im MobilitĂ€tsmix und leistet einen wertvollen Beitrag zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen MobilitĂ€t», sagte der Parlamentarische StaatssekretĂ€r Oliver Luksic auf dem Nationalen Radverkehrskongress in Frankfurt.

Der Bund helfe LĂ€ndern und Kommunen, die Radinfrastruktur sicherer zu machen. Geld stehe im Bundeshaushalt bereit. Die Fördermittel seien auf 2,8 Milliarden Euro bis 2028 erhöht worden, sagte Luksic. «Jetzt mĂŒssen die zustĂ€ndigen Akteure vor Ort diese Mittel auch abrufen und Maßnahmen zĂŒgig voranbringen.»

Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir sagte auf dem Kongress vor Beginn der Fahrradmesse Eurobike, StĂ€dte seien jahrzehntelang fĂŒr Autos ausgelegt worden. Nun gehe es um die «menschengerechte Stadt». Nötig seien der Ausbau der Radwege, eine gute Beschilderung und mehr Sicherheit im Verkehr und bei StellplĂ€tzen. «Radfahren muss vor Ort attraktiver werden», sagte der GrĂŒnen-Politiker.

Die Branche forderte erneut Subventionen. Um die ArbeitsplĂ€tze zu halten, sei eine gezielte Wirtschaftsstrategie nötig, sagte Wasilis von Rauch, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verbands Zukunft Fahrrad. «Als ersten Schritt muss die Mehrwertsteuer fĂŒr FahrrĂ€der und deren Reparatur auf sieben Prozent reduziert und jĂ€hrlich eine Milliarde Euro fĂŒr den Radwegeausbau bereitgestellt werden.» Die Bundesregierung solle sich andere LĂ€nder zum Vorbild nehmen. So habe Frankreich das Ziel, die Fahrradproduktion des Landes bis 2030 zu verdoppeln. Portugal, Europas grĂ¶ĂŸtes Fahrradhersteller, habe die Mehrwertsteuer auf FahrrĂ€der auf sechs Prozent gesenkt.

@ dpa.de