Merz weist Kritik aus Ausland an Migrationsforderungen zurĂŒck
20.09.2024 - 17:14:05Dabei geht es vor allem um ZurĂŒckweisungen an den Grenzen. Er wolle nicht, dass sich dadurch das VerhĂ€ltnis zu den Nachbarn verschlechtere, sagte der designierte Kanzlerkandidat der Union der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag). Aber eigentlich hĂ€tte Deutschland allen Grund, sich bei diesen Staaten zu beschweren, "die sich nicht mehr an die Regeln der europĂ€ischen VertrĂ€ge und der Verordnungen halten".
Merz betonte: "Das Durchwinken von Migranten nach Deutschland ist rechtswidrig und ein unfreundlicher Akt uns gegenĂŒber." Er wolle das nicht aufrechnen. "Deutschland hat jedenfalls das Recht dazu, seine eigenen Landesgrenzen vor irregulĂ€rer Migration zu schĂŒtzen." Die Nachbarstaaten mĂŒssten keine Migranten zurĂŒckzunehmen, wenn Deutschland sie zurĂŒckweise. "Denn sie haben sie auf ihrem Staatsgebiet. Wir nehmen sie nur nicht mehr auf."
Der OppositionsfĂŒhrer im Bundestag machte deutlich, dass er kaum noch Hoffnung auf einen Migrationskompromiss mit der Ampel-Koalition hat, der auch den Punkt ZurĂŒckweisungen beinhaltet. "Nach dem, was ich aus der Ampel höre und insbesondere von den GrĂŒnen, sind die Chancen minimal", sagte Merz. "Aber wir sind natĂŒrlich jederzeit zu GesprĂ€chen bereit. Wenn der Bundeskanzler mit der eigenen Regierung keine Mehrheit mehr hat im Parlament, kann er uns jederzeit fragen."

