Neue Berechnungen: Sozialabgaben steigen noch stÀrker als erwartet
Veröffentlicht am: 15.12.2025 um 09:49 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deDann wĂ€ren im Schnitt 22,8 Prozent der Löhne und GehĂ€lter fĂ€llig fĂŒr die Rente (aktuell: 18,6 Prozent). Bei der gesetzlichen Krankenversicherung wĂ€ren es 19,1 Prozent (aktuell: 17,1 Prozent), 5,4 Prozent fĂŒr die Pflegeversicherung (aktuell: 3,7 Prozent) sowie 5,6 Prozent fĂŒr die Arbeitslosenversicherung (derzeit: 2,6 Prozent). Die vorherigen Annahmen zur Bevölkerungsentwicklung von 2022 hingegen hatten laut Werding noch nur einen Anstieg der Gesamtbelastung auf 52,4 Prozent wahrscheinlich erscheinen lassen. Der Druck auf die BeitrĂ€ge dĂŒrfte sich auch nach 2050 fortsetzen. Bis zum Jahr 2080 mĂŒsste die Summe der SozialbeitrĂ€ge auf 60,1 Prozent ansteigen. Unter Annahme der Ă€lteren Bevölkerungsprognosen hingegen hĂ€tte sich ein Plus auf 57,9 Prozent ergeben. Bei Werdings Berechnung handelt es sich um eine Projektion, keine exakte Vorhersage. Je nach Entwicklung könnten die BeitragssĂ€tze auch etwas höher oder etwas niedriger ausfallen, so der Experte. "Bei allen Unsicherheiten ist allerdings klar: Die Demografie stellt uns vor massive Probleme", warnt Werding. So hohe Sozialabgaben wĂŒrden "drastische RĂŒckwirkungen auf Wachstum und BeschĂ€ftigung haben". Zu einer solchen Entwicklung dĂŒrfe es deshalb "auf keinen Fall kommen". Werding ist Professor fĂŒr Sozialpolitik und Ăffentliche Finanzen an der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum. Er ist zudem Mitglied im SachverstĂ€ndigenrat Wirtschaft, den sogenannten "Wirtschaftsweisen".
