Gewerkschaft will am Bau 500 Euro im Monat mehr
18.01.2024 - 13:15:57Die IG BAU geht mit einer pauschalen Forderung nach 500 Euro mehr pro Monat in die Tarifverhandlungen fĂŒr das deutsche Bauhauptgewerbe mit rund 930.000 BeschĂ€ftigten.
«Ganz bewusst fordern wir einen Festbetrag, denn es ist uns wichtig, dass vor allem die BeschĂ€ftigten der unteren Lohngruppen deutlich mehr Geld im Portemonnaie haben», sagte Vorstandsmitglied Carsten Burckhardt zur BegrĂŒndung. Demnach wĂŒrden 500 Euro in der untersten Lohngruppe eine Steigerung um 21 Prozent bedeuten.
Die IG Bauen-Agrar-Umwelt argumentiert insbesondere mit den stark gestiegenen Verbraucherpreisen seit dem letzten Abschluss aus dem Herbst 2021. Seitdem habe es Inflationsraten von 7,9 Prozent (2022) und 5,9 Prozent (2023) gegeben. Rund zwei Drittel der BeschĂ€ftigten seien in den unteren Lohngruppen zu finden, die mit maximal 18 Euro Stundenlohn auskommen mĂŒssten.
Burckhardt warnte die Arbeitgeber vor dem sogenannten «Gastro-Effekt», bei dem zahlreiche BeschĂ€ftigte aus der Gastronomie wegen niedriger Löhne abgewandert seien. Dies dĂŒrfe am Bau auf keinen Fall passieren, denn Arbeit gebe es genug.
Der derzeitige Tarifvertrag lĂ€uft am 31. MĂ€rz 2024 aus, der erste Verhandlungstermin mit den Arbeitgebern ist fĂŒr den 22. Februar 2024 vereinbart.


