Trump nominiert neue Kandidatin als Justizministerin
22.11.2024 - 06:07:39Pam Bondi war zuvor unter anderem GeneralstaatsanwĂ€ltin von Florida. Trump hatte ursprĂŒnglich den umstrittenen Kongressabgeordneten Gaetz fĂŒr den Posten vorgesehen. Der gab jedoch wenige Stunden zuvor auf.
Bondi sei rund 20 Jahre lang StaatsanwĂ€ltin gewesen, betonte Trump. Im Fall von Gaetz war unter anderem kritisiert worden, dass er keine juristische Expertise und nicht genug Erfahrung fĂŒr den Job mitbringe.
Vor allem wurde Gaetz' Nominierung aber von VorwĂŒrfen torpediert, er habe Sex mit einer MinderjĂ€hrigen gehabt und Drogen konsumiert. Der 42-JĂ€hrige wies beides stets zurĂŒck. Mehrere Senatoren der Republikaner zweifelten jedoch öffentlich an, dass Gaetz von der Kongress-Kammer bestĂ€tigt wĂŒrde. Der Ethik-Ausschuss des ReprĂ€sentantenhauses hatte einen Bericht zu den VorwĂŒrfen erstellt - aber zunĂ€chst nicht veröffentlicht, da Gaetz nach der Nominierung sofort seinen Sitz in der Kammer aufgab, womit ĂŒblicherweise eine Einstellung des Verfahrens gegen ihn einhergeht.
Angesichts der knappen Republikaner-Mehrheit unter den 100 Senatoren wĂŒrde eine Minister-Ernennung schon bei vier Nein-Stimmen aus ihrem Lager scheitern. Bondi dĂŒrfte viel bessere Chancen haben, durch die Kongress-Kammer zu kommen. Die 59-JĂ€hrige ist schon lĂ€nger als Trump-UnterstĂŒtzerin aktiv und stand dem damaligen PrĂ€sidenten etwa im ersten Amtsenthebungsverfahren gegen ihn im Kongress 2019 zur Seite. In den vergangenen Monaten kritisierte sie bei TV-Auftritten die Verfahren gegen Trump und stellte es so dar, als werde er aus politischen Motiven von den ermittelnden StaatsanwĂ€lten verfolgt.

