DGB, Arbeitstag

DGB wehrt sich gegen lÀngeren Arbeitstag

15.04.2025 - 06:07:12

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hÀlt nichts davon, eine lÀngere tÀgliche Arbeitszeit zu ermöglichen.

Das Arbeitszeitgesetz mĂŒsse ein Schutzgesetz fĂŒr die Gesundheit der BeschĂ€ftigten bleiben, sagte die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi der "Augsburger Allgemeinen". Bei den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD sei es "zur politischen Verhandlungsmasse geworden, was ein schwerer Fehler ist".

CDU, CSU und SPD haben sich in ihrem Koalitionsvertrag vorgenommen, statt des ĂŒblichen Acht-Stunden-Tags einen wöchentlichen Rahmen fĂŒr die Arbeitszeit einzufĂŒhren. BeschĂ€ftigte und Unternehmen wĂŒnschten sich mehr FlexibilitĂ€t, heißt es zur BegrĂŒndung. Das Vorhaben solle in Absprache mit Arbeitgebern und Gewerkschaften ausgestaltet werden.

Fahimi warnt vor möglichen Folgen: "FĂŒr BeschĂ€ftigte, die keine starke gewerkschaftliche Vertretung im RĂŒcken haben, droht die Gefahr, 13-Stunden-Schichten ableisten zu mĂŒssen. Schon heute werden etwa bei Paketdiensten viel zu lange Schichten gefahren." Diese Praxis wĂŒrde mit den PlĂ€nen der neuen Koalition legitimiert, sagte die DGB-Vorsitzende. Das wĂ€re höchst bedenklich, "denn wir brauchen ArbeitskrĂ€fte, die gesund ihre Rente erreichen". Fahimi wies darauf hin, dass BeschĂ€ftigte schon heute an vier Tagen 40 Stunden und in der Woche bis zu 60 Stunden arbeiten könnten.

@ dpa.de