Landkreise: IrregulÀre Migration nach Deutschland eindÀmmen
09.09.2024 - 15:49:21Die Zeit des Redens mĂŒsse vorbei sein, jetzt mĂŒssten Lösungen her, sagte VerbandsprĂ€sident Reinhard Sager bei der Jahrestagung des Deutschen Landkreistages im oberbayerischen Kloster Seeon. Und diese Lösungen mĂŒssten zuallererst darin bestehen, dass irregulĂ€re Migration nach Deutschland eingedĂ€mmt werde.
Erst wenn die Menschen in Deutschland spĂŒrten, dass nachhaltig etwas passiere, dass sich Dinge Ă€nderten, "dann werden wir auch andere Wahlergebnisse in Deutschland haben", sagte der LandkreistagsprĂ€sident. Mit Blick auf die vergangenen Landtagswahlen in ThĂŒringen und Sachsen mahnte Sager: "Der 1. September hat ja gezeigt: Das kommt immer noch ein bisschen schlimmer, als man zunĂ€chst gedacht hat."
Nur "Micky-Maus-MĂ€Ăiges" passiert
"Der Bund lĂ€sst jede Konsequenz bei Begrenzung, Ordnung und Steuerung bisher vermissen", kritisierte Sager. Die Belastungssituation in den Landkreisen sei ungeachtet der aktuellen, leicht rĂŒcklĂ€ufigen Asylzahlen nach wie vor viel zu hoch. Zahlreiche Antragsteller aus dem vergangenen Jahr warteten immer noch auf ihren Bescheid, so lange dauerten die Verfahren.
Die Akzeptanz in der Bevölkerung sei gering und sie sinke weiter. Und dann habe Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im vergangenen Jahr eine RĂŒckfĂŒhrungsoffensive im groĂen Stil angekĂŒndigt - passiert sei aber nur "etwas Micky-Maus-MĂ€Ăiges". "Dass die Leute dann das Vertrauen in diese Politik verlieren, ist doch wirklich kein Wunder."
Auch abgesehen von der Migrationspolitik ĂŒbte Sager harsche Kritik an der Bundesregierung, unter anderem an den PlĂ€nen fĂŒr eine Krankenhausreform. Die medizinischen Versorgungsstrukturen in der FlĂ€che dĂŒrften nicht reduziert werden. Und beim Deutschlandticket wurschtelten sich der Bund und die LĂ€nder auch nur durch, sagte der VerbandsprĂ€sident.

