Energie, Kommunale

Kommunale Wärmeplanung: Deutscher Städtetag gegen kürzere Fristen

22.07.2023 - 00:04:42 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Deutsche Städtetag hat sich gegen die Pläne des Bundesbauministeriums gestellt, die Fristen für die kommunale Wärmeplanung um ein halbes Jahr vorzuziehen.

Heizkraftwerk - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Heizkraftwerk - Foto: über dts Nachrichtenagentur

"Wir setzen darauf, dass die Städte für den Ausbau der Fernwärmenetze die nötige Investitionssicherheit bekommen und bei den Fristen kein zu enges Korsett geschnürt wird", sagte die Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Städtetages, Verena Göppert, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Dafür müssen die Fristen für die kommunale Wärmeplanung im Gesetzentwurf unbedingt angepasst werden", forderte sie.

"Wichtig für uns ist, dass die Fristen für die Wärmeplanung bis zum Jahresende 2026, beziehungsweise 2028 verlängert werden und nicht schon zur Jahresmitte enden." Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts sorge bereits dafür, dass sich die Gesetzgebung beim Gebäudeenergiegesetz nach hinten verschiebe und Nachbesserungen bei beiden Gesetzen noch möglich seien, warnte Göppert. Am Freitag hatte das Bundesbauministerium einen überarbeiteten Gesetzentwurf zur Wärmeplanung vorgelegt. Demnach sollen größere Städte ihre Wärmepläne nun bis Mitte 2026, kleinere Kommunen bis Mitte 2028 vorlegen - also jeweils ein halbes Jahr früher als ursprünglich vorgesehen. Göppert betonte zudem die Notwendigkeit einer engen Verzahnung mit dem Gebäudeenergiegesetz. "Es ist absolut richtig, dass die kommunale Wärmeplanung ausdrücklich zur Grundlage für die Wärmewende in den Städten gemacht wird und das Gebäudeenergiegesetz mit dem Wärmeplanungsgesetz verzahnt wird", sagte sie. "Die Wärmeplanung vor Ort ist die Basis für die Wärmewende, dafür brauchen wir einen verlässlichen Rahmen durch das Gebäudeenergiegesetz und das Wärmeplanungsgesetz." Der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) kündigte eine kritische Prüfung des Gesetzentwurfes an. "Kommunale Wärmepläne sind das ideale Instrument für die Wärmewende", sagte VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing dem RND. Deswegen sei es gut und richtig, dass die Bundesregierung nach der Koalitionseinigung zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) nun auch ihren Entwurf zum Wärmeplanungsgesetz genau prüfe und eng mit dem GEG verzahnen wolle. Liebing warnte, dass "im ursprünglichen Entwurf noch einige Baustellen vorhanden waren mit zum Teil praxisfernen Vorgaben", wie er betonte. "Deshalb werden wir den Entwurf nun ebenso gründlich auf Herz und Nieren prüfen", sagte der VKU-Chef.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 63863647 |

Weitere Meldungen

Neuer Ausschuss soll Versorgungslage beobachten Der Nationale Sicherheitsrat hat offenbar einen neuen Ausschuss zur Beobachtung der Versorgungslage beschlossen. (Politik, 21.04.2026 - 12:27) weiterlesen...

Wiese sieht bei Krisenvorsorge Luft nach oben Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, verteidigt die Forderung nach einer Sonder-Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundesregierung zur Energieversorgung."Wir müssen die Lage sehr ernst nehmen", sagte er den Sendern RTL und ntv. (Politik, 21.04.2026 - 10:28) weiterlesen...

Schwesig fordert weitere Entlastungen in Ölkrise Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), hat Forderungen nach einer Sonderkonferenz der Länderchefs mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in der Energiekrise bekräftigt, um weitere Entlastungen für die Bürger in der Ölkrise auf den Weg zu bringen.Es sei dringend erforderlich, dass der Bundeskanzler mit den Regierungschefs der Länder zu einer Konferenz zusammenkomme, sagte Schwesig der "Neuen Osnabrücker Zeitung". (Politik, 21.04.2026 - 10:13) weiterlesen...

Grüne schlagen 100-Euro-Energiekrisenzahlung vor Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat in der Debatte um weitere Entlastungen eine Energiekrisenzahlung vorgeschlagen."Wir Grünen schlagen vor: eine Energiekrisenzahlung von 100 Euro pro Person", sagte sie den Sendern RTL und ntv. (Politik, 20.04.2026 - 10:37) weiterlesen...

Umweltverbände fühlen sich von Reiche ignoriert In fast einem Jahr Amtszeit hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zwar Vertreter der großen Energiekonzerne getroffen, aber kein einziges Mal die der Naturschutzverbände oder des Verbraucherzentrale Bundesverbands. (Politik, 20.04.2026 - 01:00) weiterlesen...

Deutsche sehen Schuld für hohen Benzinpreis bei Ölkonzernen Für viele Deutsche sind vor allem die Mineralölkonzerne an den hohen Benzinpreisen schuld. (Politik, 18.04.2026 - 09:52) weiterlesen...