Briten, FĂ€hrangriff

Briten: FÀhrangriff verschÀrft Russlands Logistikprobleme

25.07.2024 - 17:28:32

Der Drohnenangriff auf eine russische EisenbahnfÀhre verschÀrft nach britischer EinschÀtzung die Logistikprobleme Russlands.

Ukrainische StreitkrĂ€fte hatten Anfang der Woche die FĂ€hre Slawjanin im sĂŒdrussischen Hafen "Kawkas" beschĂ€digt. "Der Angriff wird Russland mit ziemlicher Sicherheit weitere logistische Probleme bei der Belieferung seiner Besatzungstruppen in der SĂŒdukraine und dem regionalen Export von FlĂŒssiggas bereiten", teilte das britische Verteidigungsministerium mit.

Die FĂ€hre gilt als eine wichtige Verbindung zu der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Die BrĂŒcke nach Kertsch auf der Krim ist wegen Luftalarms immer wieder zeitweilig gesperrt, weshalb FĂ€hren oft zum Einsatz kommen.

Zwei andere EisenbahnfÀhren beschÀdigt

Von drei EisenbahnfĂ€hren, die die Meerenge passierten, habe die Slawjanin die grĂ¶ĂŸte KapazitĂ€t, schrieben die Briten auf der Plattform X. Nachdem die beiden anderen FĂ€hren bei Raketenangriffen Ende Mai beschĂ€digt worden seien, sei die Slawjanin wieder eingesetzt worden als einzige Roll-on-Roll-off-EisenbahnfĂ€hre.

Seien solche FĂ€hren auch nur vorĂŒbergehend nicht betriebsfĂ€hig, bedeute dies höhere Kosten und weniger FlexibilitĂ€t beim Transport von Treibstoff, Munition und Equipment, teilte London mit. Russland sei höchstwahrscheinlich dazu gezwungen, seine Sicherheitsverfahren zu Ă€ndern und den Transport von TreibstoffzĂŒgen ĂŒber die BrĂŒcke zu riskieren - das habe es seit dem ersten Angriff auf die BrĂŒcke im Oktober 2022 zu vermeiden versucht.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als zwei Jahren gegen einen Angriffskrieg Russlands. Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seitdem regelmĂ€ĂŸig Informationen zum Kriegsverlauf. Moskau wirft London Desinformation vor.

@ dpa.de