Laschet, Reform

Laschet offen fĂŒr Reform der LĂ€nder-Schuldenbremse

19.10.2024 - 11:03:56

Der ehemalige Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hĂ€lt Forderungen aus den LĂ€ndern fĂŒr eine Reform der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse fĂŒr legitim.

"Das sind nachvollziehbare Forderungen. Die LĂ€nderschuldenbremse ist nĂ€mlich strenger als die auf Bundesebene", sagte der ehemalige nordrhein-westfĂ€lische MinisterprĂ€sident den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. Anders als fĂŒr den Bund gebe es dort keine Konjunkturkomponente.

Die LĂ€nder mĂŒssten viel mehr sparen, könnten es aber kaum. "Denn sie haben kaum frei verfĂŒgbare Mittel, weil ein Großteil des Budgets in Personal fließt, in Polizisten und Lehrer. Das schrĂ€nkt die HandlungsfĂ€higkeit erheblich ein", betonte der CDU-Politiker. "Daher haben die MinisterprĂ€sidenten einen legitimen Punkt, wenn sie Reformen anmahnen, damit investiert werden kann. DarĂŒber wird man nĂŒchtern reden mĂŒssen."

Der jetzige Unionskanzlerkandidat und CDU-Vorsitzende Friedrich Merz lehnt Änderungen an der Schuldenbremse generell ab. FĂŒr den Bund hĂ€lt auch Laschet eine Aufweichung "fĂŒr den falschen Weg", wie er in dem Interview betonte.

Die 2009 im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse verbietet Bund und LĂ€ndern weitgehend, ihre Haushalte mithilfe neuer Schulden zu finanzieren. WĂ€hrend fĂŒr die LĂ€nder ein absolutes Verschuldungsverbot gilt, ist dem Bund eine Nettokreditaufnahme in Höhe von maximal 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gestattet. Es gibt aber Ausnahmen der Schuldenbremse, etwa in bestimmten Notlagen.

@ dpa.de