US-Handelsminister bleibt hart: «Die Zölle kommen»
06.04.2025 - 18:45:15Trotz Kritik hĂ€lt die US-Regierung unnachgiebig an ihrem globalen Zollpaket fest. Auf die Nachfrage, ob die nĂ€chste Runde neuer Zölle noch verhandelbar sei und das Inkrafttreten verschoben werden könnte, sagte Handelsminister Howard Lutnick dem Fernsehsender CBS: «Es gibt keinen Aufschub.» Er schob nach: «Die Zölle kommen.» US-PrĂ€sident Donald Trump haben diese verkĂŒndet und das nicht als Scherz gemeint. Die Zölle wĂŒrden auch nicht so schnell verschwinden. «Der PrĂ€sident muss den Welthandel neu regeln», sagte Lutnick.
Der Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates, Kevin Hassett, berichtete in einem Interview mit dem Sender ABC, mehr als 50 LĂ€nder hĂ€tten bereits Kontakt zur US-Regierung aufgenommen, um Verhandlungen ĂŒber die Handelsbeziehungen aufzunehmen.Â
Aber auch US-Finanzminister Scott Bessent sagte dem Sender NBC, die Zölle seien nichts, was sich binnen Tagen oder Wochen wegverhandeln lasse. Die Turbulenzen an den Börsen nach der VerkĂŒndung des Zollpakets wiederum tat Bessent ab: «Es gibt solche kurzfristigen Marktreaktionen ab und an», argumentierte er. Die MĂ€rkte unterschĂ€tzten Trump und dessen effektive Wirtschaftspolitik konsequent. Das sei auch schon zu Beginn von dessen erster Amtszeit so gewesen.
Trump hatte vor wenigen Tagen ein gewaltiges Zollpaket vorgestellt, das das GefĂŒge der Weltwirtschaft stark verĂ€ndern dĂŒrfte. In einem ersten Schritt traten neue pauschale Zölle in Höhe von zehn Prozent auf Importe aus fast allen LĂ€ndern in Kraft. Am 9. April soll dann in einem nĂ€chsten Schritt ein komplexer Mechanismus folgen, der fĂŒr LĂ€nder noch höhere Zölle vorsieht, mit denen die USA nach Auffassung der US-Regierung ein besonders groĂes Handelsdefizit haben. Trump will mit seiner Zoll-Politik unter anderem den Produktionsstandort USA stĂ€rken, aber auch andere LĂ€nder dazu bringen, eigene Handelsbarrieren fĂŒr Einfuhren aus den USA abzubauen.


