Staatsmedien, China

Staatsmedien: China und USA sprechen in London weiter

10.06.2025 - 05:16:46

Der erste Verhandlungstag im Handelsstreit zwischen China und den USA ist vorbei. Beide Seiten scheinen im GesprÀch bleiben zu wollen.

China und die USA verhandeln nach Angaben chinesischer Staatsmedien heute in London weiter, um ihren Handelsstreit zu beenden. Das geht aus einem Socia-Media-Account des chinesischen Staatsfernsehen hervor. Eine genaue Uhrzeit wurde nicht genannt. Laut weiteren Medienberichten unter Berufung auf US-Beamte wird die Fortsetzung am Vormittag (Ortszeit London) erwartet. 

Vertreter der beiden grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften der Welt hatten sich am Montagnachmittag (Ortszeit) im Lancaster House in der britischen Hauptstadt getroffen. Dabei waren unter anderem US-Finanzminister Scott Bessent und Handelsminister Howard Lutnick sowie Chinas Vize-MinisterprĂ€sident He Lifeng und Handelsminister Wang Wentao.

Streit um Exportkontrollen

Zwischenresultate der GesprÀche wurden offiziell zunÀchst nicht bekannt. Der Wirtschaftsberater von US-PrÀsident Donald Trump, Kevin Hasset, sagte dem Sender CNBC, er erwarte ein kurzes Treffen «mit einem krÀftigen HÀndedruck». Trump sagte in Washington, die USA kÀmen gut mit China zurecht. «Ich bekomme nur gute Berichte», erklÀrte er weiter. 

Vor etwa einem Monat hatten sich beide Seiten in Genf noch auf eine 90-tĂ€gige Pause im Zollstreit und eine deutliche Herabsetzung der AufschlĂ€ge fĂŒr Waren aus dem jeweils anderen Land geeinigt. Hauptstreitthema diesmal scheinen dagegen HandelsbeschrĂ€nkungen zu sein.

Chinas Exportkontrollen auf seltene Erden bereiten den USA aber auch anderen LĂ€ndern Sorgen. Washington will eine Lockerung erreichen. In Gegenzug könnten die USA ihre HandelsbeschrĂ€nkungen etwa im Bereich Computerchips oder Flugzeugbauteilen, wo China von auslĂ€ndischer Technologie abhĂ€ngig ist, zurĂŒckfahren.

@ dpa.de