Europarat besorgt ĂŒber Einsatz von SpĂ€hsoftware gegen Journalisten
05.03.2024 - 15:57:33 | dpa.deDer rechtswidrige Einsatz von SpĂ€hsoftware gegen Medienschaffende, einschĂŒchternde Klagen und die prekĂ€re Lage von Reportern im Exil gehörten zu den gröĂten Hindernissen fĂŒr die Pressefreiheit, heiĂt es in einem Bericht einer Partnerorganisation des Europarats zum Schutz von Journalisten, der am Dienstag in StraĂburg und Thessaloniki veröffentlicht wurde.
Demnach ist die digitale Sicherheit von Journalisten durch den anhaltenden Einsatz von Spyware-Technologie gefĂ€hrdet. Deshalb sollen die Mitgliedsstaaten des Europarats Journalistinnen und Journalisten den gröĂtmöglichen Schutz vor Spionageprogrammen und AbhörmaĂnahmen einrĂ€umen, forderten die Autoren.
AuĂerdem werde eine "beispiellose Zahl von Medienschaffenden" insbesondere aus Russland und Belarus mit Drohungen und EinschĂŒchterungen ins Exil getrieben, teilte der Europarat mit. Die Mitgliedsstaaten des Europarats sollen fĂŒr solche FĂ€lle humanitĂ€re Visaregelungen einfĂŒhren und die Ausstellung von Arbeitsvisa erleichtern. Weiter werde die Medienfreiheit durch sogenannte Slapp-Klagen eingeschrĂ€nkt, hieĂ es. Die Kurzform Slapp steht im Englischen fĂŒr "Strategische Klagen gegen öffentliche Beteiligung". Diese zielen darauf ab, Menschen, die sich zu Themen von öffentlichem Interesse Ă€uĂern, einzuschĂŒchtern oder zum Schweigen zu bringen.
"Wir brauchen entschlossenes Handeln der Staaten, um Journalisten zu schĂŒtzen und Bedrohungen der Medienfreiheit wie missbrĂ€uchliche Klagen und illegale Ăberwachung entgegenzuwirken", sagte die GeneralsekretĂ€rin des Europarats, Marija Pejcinovic Buric.
Der Europarat wurde 1949 zum Schutz von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaat in Europa gegrĂŒndet. Er ist von der EuropĂ€ischen Union unabhĂ€ngig. Ihm gehören 46 europĂ€ische Staaten an.
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