Mehr AuftrÀge am Bau im Februar
25.04.2024 - 08:51:11Die Baubranche in Deutschland hat im Februar mehr Bestellungen erhalten und mehr umgesetzt. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe stieg preisbereinigt (real) gegenĂŒber dem Vormonat Januar um 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Dabei verbuchte der Hochbau, bei dem es um die Errichtung von GebĂ€uden geht, ein Plus von 0,5 Prozent, der Tiefbau, darunter der Bau von StraĂen und Leitungen, einen Zuwachs von 2,9 Prozent. Aus Sicht der Branche ist damit aber noch nicht die Trendwende erreicht.
Im Vergleich zum Februar 2023 verzeichnete die Branche real einen Anstieg der Bestellungen um insgesamt 0,9 Prozent. In den ersten beiden Monaten stand ein Plus von 1,1 Prozent in den BĂŒchern. EinschlieĂlich Preiserhöhungen (nominal) waren die AuftragseingĂ€nge um 4,1 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Im vergangenen Jahr hatte die Branche die ZurĂŒckhaltung von Bauherren angesichts gestiegener Zinsen und Kosten zu spĂŒren bekommen.Â
«Wir sehen nach 22 Monaten zum ersten Mal kein Minus bei den Wohnungsbauordern», sagte Felix Pakleppa, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbes. «Mit Blick auf die Baugenehmigungen ist das aber noch kein Wendepunkt.» Die Bewilligungen als Voraussetzung fĂŒr AuftrĂ€ge seien im Februar weiter gesunken. Auch der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver MĂŒller, verwies auf den RĂŒckgang bei den Baugenehmigungen. Er sieht daher noch keinen Grund zur Entwarnung.
Die UmsĂ€tze im Bauhauptgewerbe lagen im Februar sowohl in realer als auch in nominaler Betrachtung ĂŒber dem Niveau des Vorjahresmonats: Preisbereinigt verbuchten die Betriebe um 2,0 Prozent höhere Erlöse. Der nominale Umsatz stieg um 2,6 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro.


