Anklage, Trump

Überarbeitete Anklage: Trump plĂ€diert auf nicht schuldig

04.09.2024 - 06:28:07

Der frĂŒhere US-PrĂ€sident Donald Trump plĂ€diert nach der Veröffentlichung einer ĂŒberarbeiteten Anklageschrift im Bundesverfahren zu versuchtem Wahlbetrug auch weiterhin auf nicht schuldig.

Das geht aus einem von Trumps AnwĂ€lten eingereichten Gerichtsdokument hervor. Darin heißt es weiter, dass Trump auf sein Recht verzichte, bei der Anklageverlesung anwesend zu sein. Stattdessen sollten seine AnwĂ€lte im Namen des Republikaners auf nicht schuldig plĂ€dieren.

Neue Fassung ist Reaktion auf Urteil des Supreme Court

Das Team von Sonderermittler Jack Smith hatte die Anklageschrift neu aufgelegt, nachdem der oberste US-Gerichtshof Anfang Juli mit seiner rechtskonservativen Richter-Mehrheit entschieden hatte, dass Trump fĂŒr gewisse Amtshandlungen ImmunitĂ€t genießt. Wegen der historischen Entscheidung des Gerichts mussten Smith und sein Team die Anklage gegen Trump anpassen, um den Fall weiter vorantreiben zu können.

Trump hatte bereits bei der Anklageverlesung vergangenes Jahr auf nicht schuldig plĂ€diert. Der neuerliche Schritt ist also keine Überraschung - der PrĂ€sidentschaftskandidat der Republikaner weist jegliche juristischen Schritte gegen ihn als "politische Hexenjagd" zurĂŒck.

VorwĂŒrfe sind im Kern gleich

AnhĂ€nger Trumps hatten am 6. Januar 2021 gewaltsam den Parlamentssitz in Washington gestĂŒrmt. Der damals noch amtierende PrĂ€sident hatte vor dem Sturm auf das Kapitol auf verschiedenen Ebenen versucht, das Ergebnis der PrĂ€sidentenwahl von 2020 zu kippen und seine damalige Niederlage gegen den Demokraten Joe Biden in einen Sieg umzumĂŒnzen.

In der US-Hauptstadt Washington wurde der Republikaner deswegen auf Bundesebene angeklagt. Die neue Fassung der Anklageschrift ist etwas kĂŒrzer, die vier Anklagepunkte gegen ihn sind aber unverĂ€ndert. Trump wird unter anderem Verschwörung zum Betrug an den Vereinigten Staaten vorgeworfen sowie Verschwörung zur Behinderung eines amtlichen Verfahrens.

@ dpa.de