EU-Kommissar, UnterstĂŒtzung

EU-Kommissar fordert UnterstĂŒtzung fĂŒr UN-PalĂ€stinenser-Hilfswerk

24.04.2024 - 06:01:42

Der fĂŒr humanitĂ€re Hilfe zustĂ€ndige EU-Kommissar Janez Lenarcic hat angesichts der katastrophalen Lage der Menschen im Gazastreifen dazu aufgerufen, das umstrittene PalĂ€stinenserhilfswerk UNRWA zu unterstĂŒtzen.

"Ich rufe die GeberlĂ€nder auf, das UNRWA zu unterstĂŒtzen - die Lebensader fĂŒr die palĂ€stinensischen FlĂŒchtlinge", schrieb er am Dienstag auf der Plattform X (vormals Twitter). Er begrĂŒĂŸte den am Vortag veröffentlichten Untersuchungsbericht ĂŒber das UNRWA, da dieser "die zahlreichen Systeme des Hilfswerks zur Einhaltung der Vorschriften sowie die Empfehlungen fĂŒr deren weitere Verbesserung" hervorhebe.

In dem in New York vorgestellten Bericht kamen unabhĂ€ngige Experten zum Schluss, UNRWA habe eine Reihe "robuster" Mechanismen etabliert, um die Wahrung des NeutralitĂ€tsgrundsatzes zu gewĂ€hrleisten. Allerdings gebe es Verbesserungsbedarf. UNRWA war im Januar in die Schlagzeilen geraten, weil Israel behauptete, zwölf Mitarbeiter seien in das Massaker der Hamas vom 7. Oktober verwickelt gewesen und die Organisation als Ganzes von der Hamas unterwandert. Einige der wichtigsten Geldgeber, darunter Deutschland, setzten Zahlungen daraufhin vorĂŒbergehend aus.

Die USA nehmen die Zahlungen noch nicht wieder auf. Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates der US-Regierung, John Kirby, sagte am Dienstag (Ortszeit), die Finanzierung des UNRWA bleibe "natĂŒrlich noch immer ausgesetzt. Wir mĂŒssen hier echte Fortschritte sehen, bevor sich das Ă€ndert." Die USA wĂŒrden weiter mit anderen Hilfsorganisationen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Menschen in Gaza die UnterstĂŒtzung erhielten, die sie brauchten.

David Satterfield, Sonderbeauftragter von US-PrĂ€sident Joe Biden fĂŒr humanitĂ€re Fragen im Nahen Osten, sagte am Dienstag: "Das Risiko einer Hungersnot im gesamten Gazastreifen ist sehr hoch, insbesondere im Norden. Wir waren sehr deutlich: Israel muss alles tun, um die BemĂŒhungen zu unterstĂŒtzen, eine Hungersnot in Gazastreifen zu vermeiden." US-PrĂ€sident Biden habe diesen Punkt gegenĂŒber dem israelischen MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu bei einem Telefonat am 4. April deutlich gemacht. Unschuldige Zivilisten mĂŒssten geschĂŒtzt, die Sicherheit der humanitĂ€ren Helfer gewĂ€hrleistet und die Menge der Hilfe erhöht werden.

@ dpa.de