Energie, Bosch

Bosch setzt weiter auf WÀrmepumpen-GeschÀft

24.06.2023 - 01:04:30

Der Industriekonzern Bosch setzt trotz der geplanten EntschÀrfung des umstrittenen GebÀudeenergiegesetzes massiv auf das GeschÀft mit WÀrmepumpen.

"Sie werden in großen Mengen gebraucht, auch in den BestandsgebĂ€uden, damit Deutschland bis 2045 klimaneutral sein kann", sagte Bosch-Chef Stefan Hartung der "Welt am Sonntag". Allein bis Ende der Dekade werde Bosch eine Milliarde Euro investieren.

Das Unternehmen baue seine ProduktionskapazitĂ€ten in Deutschland, Polen, Schweden und Portugal aus. Über die intensive politische Diskussion habe er sich gefreut, sagte Hartung. "Sie hat zu einer Lösung gefĂŒhrt, die Technologieoffenheit, eine lĂ€ngere Übergangsfrist und eine verstĂ€ndliche Vorgehensweise enthĂ€lt." Nun wĂŒnsche er sich eine Ă€hnliche Debatte ĂŒber die geplanten EU-Regulierungen wie die Änderung der Ökodesign-Richtline. "Besser als Technologieverbote wĂ€re die Steuerung ĂŒber einen Emissionshandel im GebĂ€udesektor", sagte er. Das Umsatzwachstum von Bosch wird laut Hartung derzeit durch die Inflation gebremst. "Wir sehen KaufzurĂŒckhaltung in einigen MĂ€rkten, hohe Ausgaben fĂŒr KĂŒche, Auto oder Haus werden aufgeschoben. In Deutschland sind wir beim Wachstum unter null", sagte er. Auch in den USA gehe die Nachfrage zurĂŒck, wĂ€hrend sich China relativ stabil entwickle. "An anderen Stellen gibt es Wachstum, beispielsweise in den Bereichen Software und ElektromobilitĂ€t. Bosch wĂ€chst auch dieses Jahr wieder", sagte der Manager. Den gerade gelungenen Technologiesprung bei der KĂŒnstlichen Intelligenz bewertet Hartung positiv. Durch generative KI wie Chat GPT "werden maschinelle Anwendungen möglich, von denen wir bisher gedacht haben, dass es hier immer den Menschen braucht", sagte er. KI werde eine Lösung sein, um die ProduktivitĂ€t Deutschlands trotz FachkrĂ€ftemangels zu steigern. "Es wĂ€re fĂŒr mich bestĂŒrzend, wenn wir den gleichen Weg wie bei der Gen-Forschung gingen: verbieten, und dann findet sie nur noch außerhalb Europas statt", so Hartung. "KI hat Risiken und darĂŒber sollten wir in den nĂ€chsten Monaten genauso sprechen wie ĂŒber die Chancen."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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