ROUNDUPNach, Trump-Äußerungen

Iran deutet GesprÀchsbereitschaft an

05.02.2025 - 11:45:05

Der Iran hat nach Äußerungen von US-PrĂ€sident Donald Trump ebenfalls GesprĂ€chsbereitschaft angedeutet.

Am Rande einer Kabinettssitzung in Teheran sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi: "Wenn das Hauptanliegen ist, dass Iran keine Atomwaffen anstrebt, dann ist das erreichbar."

Trump hatte sich am Vorabend mit einer Botschaft der GesprĂ€chsbereitschaft und gleichzeitiger HĂ€rte an den Iran gewandt. "Wir wollen gegenĂŒber dem Iran nicht hart sein. Wir wollen gegen niemanden hart sein. Aber sie dĂŒrfen einfach keine Atomwaffen haben", betonte er. Gleichzeitig kĂŒndigte Trump an, dass seine Regierung "maximalen Druck" auf den Iran ausĂŒben werde. Unter anderem Sanktionen sollen angestoßen werden.

Iran: Politik des maximalen Drucks gescheitert

Araghtschi sagte dazu am Mittwoch: "Ich bin der Meinung, dass die Strategie des maximalen Drucks eine gescheiterte Erfahrung ist und ein erneuter Versuch ebenfalls zum Scheitern verurteilt wÀre."

Irans VizeprĂ€sident Mohammed-Resa Aref Ă€ußerte sich zurĂŒckhaltender. Ein hochrangiges Treffen zwischen Trump und Irans PrĂ€sident Massud Peseschkian stĂŒnde nicht auf der Agenda, sagte Aref. Er verwies auf eine Fatwa im Iran, ein religiöses Rechtsgutachten, das Atomwaffen verbietet. "Der US-PrĂ€sident kann beruhigt sein", sagte er laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna.

Zuletzt hatte sich der Streit um Irans Atomprogramm wieder zugespitzt. Nach einer förmlichen Kritik der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA kĂŒndigte Teheran die Inbetriebnahme tausender neuer Zentrifugen zur Urananreicherung an. Derzeit reichert der Iran Uran bis zu einem Reinheitsgrad von 60 Prozent an, fĂŒr Atomwaffen werden Experten zufolge mehr als 90 Prozent benötigt. Israels Regierung drohte wiederholt mit der Bombardierung iranischer Nuklearanlagen.

@ dpa.de