Biden, Gaza-Abkommen

Biden: Gaza-Abkommen könnte Iran von Angriff abhalten

14.08.2024 - 06:24:56 | dpa.de

Der Iran könnte nach EinschÀtzung von US-PrÀsident Joe Biden im Falle eines Durchbruchs bei den Verhandlungen um eine Waffenruhe im Gaza-Krieg von seinem angedrohten Vergeltungsschlag gegen Israel absehen.

Auf eine entsprechende Frage von Reportern entgegnete Biden: "Das ist meine Erwartung, aber wir werden sehen."

An diesem Donnerstag ist auf DrĂ€ngen der USA, Katars und Ägyptens, die in dem Krieg zwischen Israel und der Hamas vermitteln, eine möglicherweise entscheidende GesprĂ€chsrunde ĂŒber ein Abkommen geplant, voraussichtlich in Katars Hauptstadt Doha. Anders als Israel lehnt die Hamas eine Teilnahme bisher ab. Man werde "nicht unter Beschuss verhandeln", sagte eine Quelle der dpa.

Die indirekten Verhandlungen wĂŒrden aber auch dann fortgesetzt, wenn die Hamas nicht teilnehmen sollte, zitierte das "Wall Street Journal" arabische Vermittler. In dem Fall werde man die Islamistenorganisation ĂŒber die ausgehandelten Bedingungen fĂŒr ein Abkommen informieren, hieß es.

Das Weiße Haus ist Medienberichten zufolge besorgt, dass ein Angriff des Irans und der mit ihm verbĂŒndeten libanesischen Hisbollah-Miliz auf Israel die Verhandlungen ĂŒber einen Gaza-Deal sabotieren und ein mögliches Abkommen zunichtemachen wĂŒrde. "Es wird schwierig", sagte Biden. "Wir werden sehen, was der Iran tut, und wir werden sehen, was passiert, wenn es einen Angriff gibt. Aber ich werde nicht aufgeben."

Nach der kĂŒrzlichen Tötung eines MilitĂ€rkommandeurs der Hisbollah im Libanon und des politischen AnfĂŒhrers der Hamas in der iranischen Hauptstadt Teheran ist weiter unklar, ob und wann der Iran und die Hisbollah die angedrohten harten VergeltungsschlĂ€ge gegen Israel ausfĂŒhren werden. "Der Iran und die Hisbollah wissen nicht, was sie tun sollen. Es gibt viele PlĂ€ne, aber noch keine Entscheidungen", sagte ein US-Beamter dem Nachrichtenportal "Axios".

Die USA, Katar und Ägypten hatten Israel und die Hamas kĂŒrzlich mit energischen Worten zu einem Abkommen gedrĂ€ngt. Beide Seiten seien aufgefordert worden, die GesprĂ€che am Donnerstag wieder aufzunehmen, "um alle verbleibenden LĂŒcken zu schließen und ohne weitere Verzögerung mit der Umsetzung des Abkommens zu beginnen", hieß es einer gemeinsamen ErklĂ€rung der Vermittler. Man sei bereit, falls nötig einen letzten ĂŒberbrĂŒckenden Vorschlag vorzulegen, der die verbleibenden Fragen der Umsetzung in einer Weise löst, "die den Erwartungen aller Parteien entspricht".

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