USA und Iran setzen Atomverhandlungen fort
25.04.2025 - 17:44:10Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim treffen sich Teherans AuĂenminister Abbas Araghtschi und der US-Sondergesandte Steve Witkoff in der Hauptstadt Maskat zu ihrer dritten GesprĂ€chsrunde. Parallel dazu sind Verhandlungen auf technischer Ebene angesetzt.
Nach EinschĂ€tzung von Experten geht es in dieser Runde vor allem um die Frage der iranischen Urananreicherung, deren Regelung als wesentliche Voraussetzung fĂŒr eine politische Einigung gilt. Im Wiener Abkommen von 2015 wurde dem Iran ein maximaler Anreicherungsgrad von 3,67 Prozent und ein Vorrat von bis zu 300 Kilogramm Uran zugestanden.
Nach dem Ausstieg der USA aus dem Abkommen 2018 hatte sich auch Teheran von den Vereinbarungen abgewandt. Die Anreicherung wurde auf 60 Prozent erhöht und die VorrĂ€te ĂŒberschreiten mittlerweile 8.000 Kilogramm. Der Iran beteuert, kein Atomwaffenprogramm zu verfolgen, lehnt aber einen vollstĂ€ndigen Verzicht auf zivile Nukleartechnologie ab.
In den letzten Tagen gab es Beobachtern zufolge jedoch Signale aus dem Iran fĂŒr ZugestĂ€ndnisse. Teheran soll zu einer RĂŒckkehr zu den technischen Auflagen von 2015 sowie zur Reaktivierung der Ăberwachungskameras der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in seinen Atomanlagen bereit sein.

