Netanjahu billigt MilitÀreinsatz in Rafah - Delegation reist nach Doha
15.03.2024 - 14:21:18Die Armee bereite sich neben dem operativen Einsatz auf eine RÀumung der Zivilbevölkerung vor, hieà es in der Mitteilung.
Internationale Spitzenpolitiker, darunter auch Bundeskanzler Olaf Scholz, lehnen einen Einsatz in Rafah aus Sorge um das Wohl der Zivilbevölkerung strikt ab. Politiker wie Hilfsorganisationen verlangen von Israel PlÀne, wie und wo die rund 1,5 Millionen Menschen aus der Region Rafah vor einem MilitÀreinsatz in Sicherheit gebracht werden.
Netanjahu wiederholte auĂerdem die EinschĂ€tzung, ein Vorschlag der islamistischen PalĂ€stinenserorganisation Hamas fĂŒr eine Waffenruhe im Gaza-Krieg sei "unrealistisch". Gleichzeitig hieĂ es, eine israelische Delegation werde nach einer Debatte des Sicherheitskabinetts ĂŒber die israelische Position nach Doha reisen.
Katar ist seit Monaten prominent an Verhandlungen ĂŒber eine weitere Feuerpause sowie die Freilassung weiterer Geiseln aus der Gewalt der Hamas im Gegenzug fĂŒr palĂ€stinensische HĂ€ftlinge beteiligt.
Die Hamas hatte am Donnerstag mitgeteilt, sie habe einen neuen Vorschlag vorgelegt. Dieser sehe unter anderem ein Ende der KĂ€mpfe im Gazastreifen, Hilfslieferungen fĂŒr die Bevölkerung und die Freilassung von aus Israel entfĂŒhrten Menschen im Gegenzug fĂŒr die Entlassung palĂ€stinensischer Gefangener aus israelischen GefĂ€ngnissen vor. Die Islamisten pochen demnach aber weiter auf einen Abzug der israelischen Truppen aus dem KĂŒstengebiet, was Israel ablehnt.
Der arabische Fernsehsender Al Dschasira berichtete am Freitag, die Hamas habe einen Vorschlag in drei Phasen von jeweils 42 Tagen vorgelegt. Die Hamas stelle die Bedingung, dass mit der zweiten Phase ein dauerhafter Waffenstillstand verkĂŒndet wird - bevor sie israelische Soldaten freilassen. FĂŒr jede israelische Soldatin sollten 50 palĂ€stinensische Gefangene in Israel, darunter 30 mit lebenslangen Haftstrafen, freigelassen werden.
Am 7. Oktober hatten Terroristen der Hamas und anderer Gruppierungen im Zuge eines Massakers in Israel rund 250 Menschen in den Gazastreifen verschleppt. WĂ€hrend einer Feuerpause Ende November wurden 105 Geiseln freigelassen. Regierungsangaben zufolge sind noch rund 100 Geiseln am Leben.

