'Axios': Israels PrĂ€sident traf Katars Regierungschef in MĂŒnchen
17.02.2024 - 07:14:58Wie die Nachrichtenseite "Axios" in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, wollten beide die schwierigen Verhandlungen ĂŒber die Freilassung der im Gazastreifen weiter festgehaltenen Geiseln besprechen. Das ungewöhnliche Treffen zwischen den Spitzenpolitikern Israels und Katars erfolgte zu einem kritischen Zeitpunkt in den Geiselverhandlungen, wie es hieĂ. Die Vermittler versuchten, die GesprĂ€che trotz groĂer Differenzen voranzutreiben. Herzog habe einige bei einer Feuerpause im November freigelassenen Geiseln und Angehörige der noch im Gazastreifen festgehaltenen EntfĂŒhrten mit nach MĂŒnchen gebracht, berichtete "Axios" unter Berufung auf eine Quelle weiter.
Israel und die islamistische Hamas verhandeln unter der FederfĂŒhrung von Vermittlern aus Ăgypten, Katar und den USA ĂŒber eine befristete Waffenruhe in dem seit mehr als vier Monaten andauernden Gaza-Krieg. Die Feuerpause soll dazu fĂŒhren, dass die noch mehr als 130 israelischen Geiseln in der Gewalt der Hamas in Phasen gegen palĂ€stinensische HĂ€ftlinge in israelischen GefĂ€ngnissen ausgetauscht werden. Zur letzten GesprĂ€chsrunde in Kairo am Donnerstag entsandte jedoch Israels MinisterprĂ€sident Benjanmin Netanjahu wegen der aus seiner Sicht ĂŒberzogenen Forderungen der Hamas keine Delegation. Die Verzögerungen seien aber nicht unbedingt auf Mangel an Fortschritten zurĂŒckzufĂŒhren, schrieb die israelische Zeitung "Haaretz" am Freitag. Auch die Hamas bremse derzeit.
Trotz des schleppenden Vorankommens der GesprĂ€che wĂŒrden UnterhĂ€ndler der beiden Seiten sowie die internationalen Vermittler jedoch derzeit darauf hinarbeiten, dass eine vorlĂ€ufige Waffenruhe mit dem muslimischen Fastenmonat Ramadan zusammenfĂ€llt, der am 10. MĂ€rz beginnt, schrieb "Haaretz" unter Berufung auf nicht nĂ€her genannte diplomatische Quellen. Bei der Sicherheitskonferenz in MĂŒnchen wird aus Israel neben PrĂ€sident Herzog auch AuĂenminister Israel Katz erwartet. AuĂerdem sind ranghohe Vertreter der PalĂ€stinensischen Autonomiebehörde sowie der arabischen LĂ€nder Saudi-Arabien, Katar, Ăgypten und Jordanien dabei. Die Konferenz endet am Sonntagnachmittag.

