Kreml mit scharfer Kritik an Macron und Cameron
03.05.2024 - 13:21:01"Das ist eine sehr wichtige und sehr gefĂ€hrliche ĂuĂerung", kommentierte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag russischen Agenturen zufolge Macrons Beharren darauf, einen Einsatz westlicher Truppen in der Ukraine nicht auszuschlieĂen. Die Gefahr einer direkten Beteiligung Frankreichs an dem Konflikt steige damit.
Kritik erntete auch der britische AuĂenminister Cameron nach seinem Besuch in Kiew. Der frĂŒhere britische Premierminister sicherte der Ukraine dort erneut UnterstĂŒtzung zu, nachdem London angekĂŒndigt hatte, die Ukraine weiterhin jĂ€hrlich mit mindestens drei Milliarden Pfund unterstĂŒtzen zu wollen. Die Ukraine verteidige sich unerschĂŒtterlich gegen Russlands illegale Invasion, teilte Cameron mit. Der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge betonte er wĂ€hrend seiner Reise, es liege an Kiew zu entscheiden, wie sie gelieferte Waffen einsetzten. Russland habe die Ukraine angegriffen und die Ukraine habe das Recht zurĂŒckzuschlagen. Auf die Frage, ob das Ziele in Russland selbst einschlieĂe, sagte er demnach: "Das ist eine Entscheidung fĂŒr die Ukraine und die Ukraine hat dieses Recht."
Peskow sah darin eine "weitere gefĂ€hrliche Aussage" und warnte seinerseits: "Das ist eine direkte Eskalation der Spannungen um den ukrainischen Konflikt, die potenziell eine Gefahr fĂŒr die europĂ€ische Sicherheit und die gesamte Architektur der europĂ€ischen Sicherheit darstellen kann." Russland werde seine "militĂ€rische Spezialoperation" jedenfalls bis zum siegreichen Ende weiterfĂŒhren, kĂŒndigte er an. Russische Politiker haben im Zuge des Ukraine-Kriegs in der Vergangenheit schon mehrfach auch mit dem Einsatz von Atomwaffen auch gegen westliche Staaten gedroht.

