Kreml, Kiews

Kreml lehnt Kiews Vorschlag zu 30-tÀgiger Waffenruhe ab

29.04.2025 - 12:33:21

Der Kreml hat die von Kiew vorgeschlagene VerlÀngerung der Waffenruhe auf 30 Tage abgelehnt.

Russland habe die Offerte des ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj gesehen, doch dafĂŒr mĂŒssten noch einige Fragen geklĂ€rt werden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. "Ohne Antworten auf diese Fragen ist es schwer, auf eine langfristige Waffenruhe einzugehen." Das sei auch die Position von PrĂ€sident Wladimir Putin.

Putin hatte bereits im MĂ€rz, als US-PrĂ€sident Donald Trump die 30-tĂ€gige Waffenruhe vorgeschlagen hatte, Bedingungen dafĂŒr genannt. So dĂŒrfe die Ukraine den Zeitraum nicht fĂŒr eine Umgruppierung ihrer StreitkrĂ€fte und zu einer Wiederbewaffnung nutzen. Die westlichen RĂŒstungslieferungen an Kiew mĂŒssten in der Zeit eingestellt werden. Über Ă€hnliche Restriktionen fĂŒr das russische MilitĂ€r sprach Putin dabei nicht.

"HumanitĂ€re" Waffenruhe fĂŒr reibungslose Siegesparade

Der 72-JĂ€hrige hat fĂŒr die Tage um das Weltkriegsgedenken vom 8. bis 11. Mai eine dreitĂ€gige Waffenruhe "aus humanitĂ€ren Überlegungen" angeordnet. In den Zeitraum fĂ€llt die von Moskau mit viel Aufwand betriebene Siegesparade auf dem Roten Platz, zu der auch zahlreiche auslĂ€ndische StaatsgĂ€ste, darunter Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, erwartet werden.

Peskow bezeichnete den Erlass als "Geste guten Willens", in Kiew hingegen wurde die dreitÀgige Feuerpause als Betrugsversuch gewertet, um Dialogbereitschaft zu simulieren. Die Ukraine konterte den Vorschlag ihrerseits mit der Forderung nach einer lÀngerfristigen Waffenruhe. Das sei keine Antwort auf den russischen Vorschlag, meinte Peskow dazu nun. Es sei immer noch unklar, ob Kiew bereit sei, darauf einzugehen.

@ dpa.de