Kreml, EU-Zinsnutzung

Kreml nennt geplante EU-Zinsnutzung fĂŒr Ukraine 'Enteignung'

22.05.2024 - 13:20:55 | dpa.de

Der Kreml hat EU-PlÀne zur Nutzung von ZinsertrÀgen aus eingefrorenem russischen Vermögen zugunsten der Ukraine als "Enteignung" kritisiert.

BrĂŒssel habe sich zwar fĂŒr eine "gekĂŒrzte Variante" in seinem Vorgehen gegen Russland entschieden, indem es nur die Zinsen ins Auge fasse, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. "Aber auch diese gekĂŒrzte Variante ist nichts anderes als eine Enteignung", fĂŒgte er hinzu. "NatĂŒrlich werden wir jetzt genau beobachten, wie das alles realisiert wird."

Wegen Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine will die EuropĂ€ische Union kĂŒnftig ZinsertrĂ€ge in Milliardenhöhe aus eingefrorenem Vermögen der russischen Zentralbank zur Finanzierung von MilitĂ€rhilfen fĂŒr die Ukraine nutzen. Minister aus den EU-Staaten hatten dafĂŒr laut einem Sprecher am Dienstag in BrĂŒssel die notwendigen Entscheidungen getroffen. Allein dieses Jahr sollen demnach bis zu drei Milliarden Euro fĂŒr die Ukraine zusammenkommen.

Nach Kommissionsangaben sind rund 210 Milliarden Euro der russischen Zentralbank in der EU eingefroren. Das in BrĂŒssel ansĂ€ssige Finanzinstitut Euroclear hatte zuletzt mitgeteilt, 2023 rund 4,4 Milliarden Euro an Zinsen eingenommen zu haben.

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