POLITIK, Kreml

POLITIK: Kreml sieht keine Grundlage fĂŒr FriedensplĂ€ne des Westens

07.10.2024 - 15:31:05

Der Kreml sieht keine Grundlage fĂŒr angebliche PlĂ€ne des Westens, den Krieg in der Ukraine durch eine vorlĂ€ufige Aufteilung zu beenden.

Zu diesem Thema gebe es derzeit viele Veröffentlichungen und Überlegungen, "aber bislang hat keine dieser Überlegungen eine reale Grundlage", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau.

Er sprach von einem "deutschen Szenario", weil nach Medienberichten angeblich Berlin in diese Richtung denkt. Dies hatte die italienische Zeitung "La Repubblica" im September berichtet. Demnach wĂŒrde bei einem Ende der KĂ€mpfe Russland vorlĂ€ufig einen Teil der Ukraine besetzt halten, der Rest der Ukraine wĂŒrde dafĂŒr Nato-Mitglied oder bekĂ€me Ă€hnlich starke Sicherheitsgarantien. Die Bundesregierung hat dies nicht kommentiert.

Selenskyj: Frieden "ohne Handel mit Territorien"

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj lehnte eine solche Lösung ab. Die Ukraine fordere alle besetzten Gebiete zurĂŒck. Sein Land brauche einen Frieden "ohne jeglichen Handel mit SouverĂ€nitĂ€t oder Handel mit Territorien", sagte Selenskyj. FĂŒr Russland wiederum ist ein Ziel seines Angriffskrieges, die Nato-Mitgliedschaft der Ukraine zu verhindern.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat zuletzt betont, man mĂŒsse die Möglichkeiten fĂŒr einen Frieden ausloten. Es gab auch Berichte ĂŒber ein angeblich geplantes Telefonat mit Russlands Staatschef Wladimir Putin. Der Kreml beschied aber, es gebe keine Themen fĂŒr ein solches GesprĂ€ch. Mehr Klarheit ĂŒber die westliche Ukraine-Strategie wird vom Besuch des US-PrĂ€sidenten Joe Biden in Deutschland am kommenden Wochenende erwartet.

@ dpa.de